#Pädagogische #Technik (1969): #Kopfnuss ertragen – oder #Schulverweis!

Kopfnuss schmeck bitter: Es muss 1969 gewesen sein, neunte Klasse, mein Kumpel Reinhard hatte die Vogtländer-Kamera unter dem Lateinbuch versteckt. Wir waren ja in der Foto-AG. In Cloppenburg war das einzige Gymnasium weit und breit das Clemens-August, mit externem katholischem Internat. Als Bauernkind konnte man froh sein, auf das Gymnasium zu kommen. Es war völlig normal geschlagen zu werden.

Der Lateinlehrer hatte seine eigene Technik: Der packte mit zwei Fingern der linken Hand das Haar oberhalb der Schläfe und schlug mit der rechten hinter den Kopf. Lange Haare waren nicht erlaubt. Immer wieder wurde geschlagen. – Ich spüre die Hand noch immer. – Mehr weh getan hat die psychische Gewalt. – Die Sprüche, wenn man an der Tafel stand.

Wir wollten diesen Lehrer irgendwie zur Rechenschaft ziehen, deswegen das Foto. Als Beweis, damit er später bestraft würde. Aber es ist nie etwas passiert. Wir wären sofort von der Schule geflogen.

Aber dann bin ich selbst Lehrer geworden. Ich wollte zeigen, dass es auch anders geht. Exakt 42 Jahre lang bin ich dann als Lehrer in der Schule gewesen: Wirtschaft, Sport und Werken waren meine Fächer. Und die Foto-AG. Dass dieser Lehrer auf dem Photo damals damit durchgekommen ist, treibt mich immer noch um.

Aufgezeichnet von Alexander Smoltczyk, Kopfnuss, 1969 (gekürzt), Theodor Lüpke-Narbenhaus, 65, #DERSPIEGEL, Familienalbum, Das Bild und seine Geschichte Nr. 47/16.11. 2019

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3 Antworten zu #Pädagogische #Technik (1969): #Kopfnuss ertragen – oder #Schulverweis!

  1. Karina sagt:

    Nun dass Du gut mit Deinen Schülern zurecht kommst , mag zu einem sein dass Du
    ein glückliches Händchen hast, eine gute Schule besuchtst und wohl Autorität zeigst wie viel Wissen besitzt.
    Doch gibt es Schulen in anderen Stadtvierteln, wo es anders zugeht. Um sozialen Umgang, Gehorsam wie Lernbereitschaft zu erzielen, gehört wohl auch die entscheidende Prägung und die muss schon zu Hause stattfinden. Doch wenn das Häusliche nicht stimmt und schon die Eltern nicht als Respektperson angesehen werden…ist auch der Lehrer dann keine Repektperson.
    So doof meine Zeit in der Schule war, hat es mir wohl nicht geschadet. Ich kann mich freundlich mit anderen artikulieren und würde eine Respektperson nie anfeinden. Es ist eben eine andere Zeit. Heute merke ich auch oft, dass der Umgang unter den Heranwachsenen weniger Empathie zeigt, sie gehen einen anderen Weg der Artikulation. Ich kann wirklich mitsprechen denn in meinem Umfeld sind drei Schulen. Danke für den Eintrag und viel Freude in der Schule.

  2. Karina sagt:

    Wie gut, dass die alten Zeiten vorbei sind. Am Anfang meiner Einschulung wurde ich von der linken bevorzugten Hand auf die rechte Hand umgestellt. Es ist noch heute eine Qual eine Entscheidung zu treffen, welche Hand ich benutze.
    Obwohl ich 1959 geboren bin, habe ich auch die Unarten einiger Lehrer kennen gelernt. Der Rohrstock war noch am Anfang aber später flogen auch schon einmal Schlüssel oder andere Gegenstände und dann mussten wir in Deckung gehen. Nun mag sich vielleicht witzig anhören aber es war angstvoll und der Lehrer zeigte sich auch verbal oft rüpelhaft. Gut fand ich die Schule daher nicht. Nun aber heute haben mehr die Lehrer das Nachsehen denn auch in den Schulen gibt es jetzt oft Übergriffe an die Lehrer. Wie sich doch die Zeiten ändern.

    • tuscade sagt:

      Ich gratuliere Dir und danke Dir. Du bist die erste, welche auf den aktuellen Eintrag antwortet. Ich komme mit meinen Schülern „gut“ zurecht. Ich werde aber weiterhin meine Beziehung zu den Schülern beurteilen und jeweils anpassen.

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