Nach #Krankenhaus und #Therapie geht’s wieder, so war’s das Beste! – #Rezension

Burn-out

Ich* habe meine Depression als eine geschichtslose Zeit erlebt. Nichts passte mehr zusammen, nichts ergab ausreichend Sinn. An etlichen Tagen lag ich auf meinem Wohnzimmer-Sofa, starrte an die Decke und konnte nicht fassen, dass das ein Leben sein sollte. Ich lag da, und mir war vollkommen klar, dass dieser Tag nicht zu schaffen war. Ich wünschte mir nichts, als dass der Tag schnell vorbei sein würde. Und am Ende dieser unerträglichen Tage warteten schlaflose Nächte. – Während andere zur Arbeit fuhren, wurde ich von einer Freundin in die Psychiatrie gebracht. Wie ein Mantra sagten wir immer wieder, dass es das Beste für alle sei. Fahren, schweigen, sagen, dass das wirklich das Beste für alle sei, und wieder von vorn.

Als ich mit dem Arzt redete fühlte ich mich wie bei einem Bewerbungsgespräch. Plötzlich hatte ich Angst, dass ich meinen Job als Kranker nicht gut genug machen würde. Ich hatte Angst Fehler zu machen. Oder nicht genug Fehler. Bin ich überhaupt krank genug? Oder bin ich nicht ein alberner Kranken-Darsteller, ein Schwächling, der sich nicht zusammenreißen kann? – „Zäsur-Wunsch“, sagte der Arzt und das Wort klang wie ein Einstellungsgrund. Nach einer Viertelstunde ging er. Beim letzten Mal hatte diese Erstuntersuchung eine halbe Stunde gedauert. Ich fragte mich, was ich falsch gemacht hatte. Zäsur-Wunsch.

Man könnte sagen, ich bin ein Depressiver in einer luxuriösen Position: Ich habe einen Job, ein Zuhause, einen Freundeskreis. Ich habe eine Familie, die mich auch dann noch liebt, wenn ich es gerade selbst nicht kann. Man könnte sagen: Ich habe überhaupt keinen Grund, depressiv zu sein. – In der Klinik traf ich Menschen mit wirklich schlimmen Problemen. Manche waren durch ihre Erkrankung arbeitslos geworden, verarmt und an den Rand der Gesellschaft gedriftet. Manche waren körperlich schwer erkrankt, hatten finanzielle Probleme oder waren in höllischen Beziehungen mit Partnern und Partnerinnen oder ihren Eltern verheddert. Viele waren allein. Weil sie seit Jahren von der Welt zurückgezogen lebten. Oder weil sie schlicht nie jemanden hatten.

Mittlerweile ist es fünf Jahre her, dass die Depressionen mein Leben, wie ich es kannte, gesprengt haben. – Es begann mit einer Flasche Wein, die ich in schnellen Zügen austrank, dem Gefühl, dass ich nicht mehr kann, und einem Zusammenbruch mit Heul-Krämpfen und Stürmen von Selbst-Verachtung. – Es wurde immer schlimmer. Ich wurde immer müder, ich stumpfte immer mehr ab. Mein kleiner Sohn, meine Frau, meine Freunde, Dinge, die mir mal wichtig waren, die Welt um mich herum berührte mich immer weniger. – Irgendwann dachte ich, dass ich mich meiner Familie nicht mehr antun konnte, und ging ins Krankenhaus.

Seitdem war ich dreimal in der Klinik, insgesamt etwas mehr als drei Monate. Ich war einige Wochen in einer Tagesklinik, habe mehr als 100 Stunden Psychotherapie hinter mir und unzählige Pillen genommen, um mein Gemüt zu stabilisieren. Ich nehme sie immer noch, zwei morgens, zwei abends. Alle ein bis zwei Wochen sehe ich meinen Therapeuten. – Ich bin immer noch krank. Oder besser: Mir fällt manches schwerer als anderen. Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht zu viel in meinem Kopf aufhalte, weil meine Gedanken dann manchmal destruktiv und selbstverletzend werden. Ich muss mein Denken im Blick behalten und die okayen (richtigen) Gedanken von denen unterscheiden, die nicht hilfreich sind. Ich finde es nicht mehr so schlimm, mit der Gefahr zu leben in eine neue Depression zu fallen. Denn ich weiß, wenn ich es selbst nicht hinkriege, kann ich mir Hilfe holen, vielleicht noch ein viertes Mal ins Krankenhaus gehen. – Weil die Psychiatrie manchmal der beste Ort für mich ist.

*Benjamin Maack: „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“. Suhrkamp; 332 Seiten, 18 Euro. Erscheint am 9. März.

Immer noch krank, Psychologie, Wie ich versuche, mit meiner Depression zu leben, Von Benjamin Maack, #DERSPIEGEL, Kultur, Nr. 11/7.3.2020

 

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#Zucker ist ja so #süß!

 

Schmeckt gut, ist aber nicht ungefährlich

Die meisten von uns lieben es ja süß. – Kann man da widerstehen? Man sollte es. Denn in vielen Speisen sind große Mengen Zucker, damit sie uns schmecken und wir immer mehr davon haben wollen. Heute weiß man: Zucker macht den ganzen Körper krank, wenn man zu viel davon zu sich nimmt.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass wir täglich nicht mehr als sechs Teelöffel Zucker zu uns nehmen sollen. Tatsächlich schlucken wir im Durchschnitt das Dreifache. Allein eine zucker-gesüßte Limonade oder Cola enthält schon dreizehn Teelöffel. Dazu kommt, dass Zucker nicht nur in den Speisen und Getränken enthalten ist, die süß schmecken. Auch in Fertiggerichten wie Pizza, in Bratensoßen, Ketchup oder sogar Brot ist Zucker enthalten. Denn er verbessert den Geschmack und gibt den Produkten ein appetitliches Aussehen.

Um die viele Energie abzubauen, die der Zucker unserem Körper liefert, müssten wir ganz viel Sport treiben. Tun wir aber meistens nicht. Dadurch bekommt man Entzündungen, und die Blutgefäße verstopfen.- Irgendwann werden auch die inneren Organe und sogar das Gehirn geschädigt. Also, aufgepasst: Zucker lauert überall!

Vieles schmeckt nur mit Zucker

Warum ist Zucker für den Menschen schädlich? (gekürzt), #Hamburger Abendblatt, Gute Frage, Februar 2020

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Nicht nur #Lidl lohnt sich – auch Treusein!

Sydney: Treue wird belohnt. Jedenfalls indirekt. – Denn laut einer Studie sterben Männer, die fremdgehen früher, als Männer, die einfach nur treu sind. Auch Männer, die oft neue Partnerinnen haben, müssen mit der Einbuße von Lebensjahren rechnen – jedenfalls dann, wenn man den Forschern der University of New South Wales in Australien glauben will. Warum ist das so? Der ständige Wechsel schwächt Fremdgeher, weil sie vergessen zu essen und sich ungesund ernähren.

Für ihre Studie setzten die Forscher immer wieder neue Fischweibchen in das Aquarium. Dabei beobachteten sie, dass die männlichen Fische durch die neuen Bekanntschaften derart abgelenkt waren, dass sie kaum noch fraßen. Die Folge: Sie wuchsen langsamer und starben früher.

Untreue Männer sterben früher, #HamburgerAbendblatt, Sonnabend/Sonntag, 29. Februar/1. März 2020

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Neue #Hoffnung durch Einsatz von #psychedelischenSubstanzen (#Drogen) in der #Medizin

Drogen können gefährlich sein

Todesangst verfolgte Anna und ließ sie selten los. Die Ärzte hatten Brustkrebs bei ihr diagnostiziert. Ein Abgrund hatte sich dadurch bei ihr aufgetan. Nach einem Eingriff der Ärzte war der Krebs zwar verschwunden, ihre Angst aber blieb. – Über Facebook lernte Anna dann Leute kennen, die sich über psychedelische Drogen austauschten. Sie behaupteten, diese Substanzen hätten ihnen wertvolle Erkenntnisse beschert, manchen hätten sie über tiefe Lebenskrisen hinweggeholfen. Schlussendlich beschloss Anna sich der Umstände wegen selbst zu therapieren. Sie bestellte ein LSD-Derivat, wie es im Internet erhältlich ist. – Das Präparat kam per Post – ein Tröpfchen auf einer Art Löschpapier. -Anna nahm das Präparat ein und alles wurde ganz anders als Anna es sich eigentlich vorgestellt hatte.

Nach der Einnahme der Substanz saß Anna regungslos auf einem Sofa. Sie dachte über sich nach. Und ganz plötzlich verlor der Tod, vor dem sie sich eben noch so gefürchtet hatte, seinen Schrecken. Sie fühlte sich, als verschmelze sie mit dem Universum, ein zutiefst tröstliches Gefühl. Seither fühlte sie sich mit der Welt des Spirituellen verbunden. Sie sagte nun Sätze, die ihr früher nie über die Lippen gekommen wären: „Wir sind alle Gott“ oder  „Wir gehören einem kollektiven Bewusstsein an“.

Depression ist eine schlimme Krankheit

 

Die Erfahrung der krebskranken Anna ist typisch für Menschen, die psychedelische Substanzen eingenommen haben. Sie sprechen von Entgrenzung, von allumfassenden Vereinigungs-Gefühlen, von der Auflösung des Ichs. – Lassen sich diese Erkenntnisse vielleicht therapeutisch nutzen? – LSD und ähnliche Substanzen sind zwar als gefährliche Drogen verpönt, doch eines ist unstrittig: Sie haben eine fulminante Wirkung auf unser Gehirn. Und den Testergebnissen zufolge spricht vieles dafür, dass diese Wirkung unter Umständen heilsam sein könnte. Auch machen Psychedelika im Gegensatz zu Alkohol und Tabak nicht süchtig.

 

Psychologen helfen bei Alkoholmissbrauch

 

 

Wie LSD oder Psilocybin genau wirken, ist bislang noch unbekannt. Zwar wissen die Forscher inzwischen, dass die psychedelischen Substanzen sich an einen bestimmten Rezeptor binden, der normalerweise vom Botenstoff Serotonin aktiviert wird. Doch das bezeichnet nur die molekulare Wirk-Stätte dieser Drogen. Wie sie ihre halluzinogene und bewusstseinsverändernde Wirkung hervorbringen, erklärt es nicht. Einige Forscher vermuten, dass die Psychedelika die Kommunikation der Nervenzellen im Gehirn befördern oder dass sie das Wachstum neuer Kontaktstellen zwischen ihnen anregen. Andere nehmen an, dass diese Substanzen einer Erstarrung der Gedanken entgegenwirken.

Angstgedanken, Sucht und Depressionen zeichnen sich demnach allesamt dadurch aus, dass die Gedanken der Betroffenen auf immer gleichen Bahnen einreisen. LSD und Psilocybin jedoch versetzen die Menschen in einen traumartigen Zustand, der es ihnen erlaubt, aus diesen Bahnen auszubrechen und aus einer neuen Perspektive auf sich selbst zu blicken.

So soll es sein!

 

Der Bewusstseinszustand unter Pychedelika-Einfluss ähnelt demjenigen eines kleinen Kindes. Man vermutet, dass psychedelische Drogen den Menschen wieder in die Unbefangenheit der Kindheit zurückversetzen können. Viel weniger gefiltert strömen die Eindrücke ins Bewusstsein, alles erscheint plötzlich neu und faszinierend, selbst die alltäglichen Vorgänge bieten Überraschungen. Die kontrollierende Instanz des Ichs ist weitgehend außer Kraft gesetzt. – „Babys und Kleinkinder sind sozusagen permanent auf Trips“.

Johann Grolle, „Wir sind alle Gott“, (gekürzt), Psychiatrie, Forscher experimentieren mit psychedelischen Drogen, um die Geheimnisse des Bewusstseins zu ergründen, Können LSD und Zauberpilze sogar zur Behandlung psychischer Störung taugen? In Deutschland sollen jetzt Versuche an Depressiven starten, DER SPIEGEL, Wissen, Nr. 8/15.2.2020.

Ein Leserbrief an den SPIEGEL zum obigen Thema:

Intensiver als normal – Nr. 8/2020 Das Geheimnis des Bewusstseins und die faszinierenden Experimente mit psychedelischen Drogen.

Ich leide unter einer chronischen Depression und generalisierten Angststörungen. Ich verwende Psychedelika eigenverantwortlich und allein zur Linderung und Ergründung meiner Symptome. Immer wieder treten dabei Traumata aus meiner Kindheit zutage, die ich selbst im Sinne einer Integration am Tage nach einem Trip bearbeite oder in meinen therapeutischen Sitzungen bespreche. – Nach manchem Durchbruch in unterdrückte Bewusstseinsinhalte flossen die heilsamen Tränen reichlich. Inzwischen ist es mir aufgrund meiner Trip-Erfahrung möglich, ein deutlich stärker harmonisches Verhältnis zu meinen Eltern zu pflegen. Denn der Groll saß tief im Unterbewusstsein. Ferner stelle ich fest, dass mir Psychedelika generell dabei helfen, eingefahrene negative Denkprozesse aufzuweichen. – Leider ist es aufgrund der Gesetzeslage in Deutschland nicht möglich, solche Substanzen unter Begleitung eines Psychotherapeuten einzunehmen.  — Leserbrief  leicht gekürzt, Name und Wohnort des Schreibers sind der SPIEGEL-Redaktion bekannt

 

 

 

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Wie mit einem Stück Stoff #kommunizieren?

Lernende Kinder: So soll es sein!

BRIEFE  AN DIE REDAKTION: Keine Verhüllung in der Schule:

1./2. Februar: „Gericht: 16-jährige Hamburgerin darf  voll verschleiert in die Schule. Für ein Verbot fehlt die Rechtsgrundlage, so das Urteil. Die Stadt erwägt, „gegebenenfalls“ das Schulgesetz zu ändern“

Alle Leserbriefe gekürzt!

Keine Verhüllung in der Schule: In Hamburger Schulen sollten Mitschüler nicht mit einem Stück Stoff kommunizieren müssen. Diese Art der Verhüllung gehört nicht in unsere Schulen. Karin B.

Was für ein Menschenbild!: Die Verschleierung ist nicht wertfrei, sie ist nicht unpolitisch sie ist zutiefst frauenverachtend. Was für ein Menschenbild! Doris D.

Bürgervertreter mit Rückgrat: Unser Schulsenator Ties Rabe will keine Vollverschleierung an Hamburger Schulen zulassen. – Da wird im Bundestag über „Gesichtserkennung “ diskutiert, aber in der Realität die Vollverschleierung akzeptiert. Gudrun S.N.

Vermummung ist respektlos: Ich habe viel Kontakt zu Muslimen. Keine meiner Bekannten trägt Kopftuch, und sie sind eher genervt, wenn sie in ihren Heimatländern diese wieder anlegen müssen. Mercedes R.

Verschleierung schränkt ein: Wie kann sich eine Frau frei entfalten, sich frei bewegen, anderen Menschen offen begegnen, die alles Körperliche, das sie ausmacht, unter Unmengen schwarzen Stoffes verbirgt? – Ich fühle mich gekränkt, wenn ich einer verhüllten anderen weiblichen Person gegenüberstehe. Dr. Petra G.

Gegen Grundrecht verstoßen: Es kann nicht akzeptiert werden, dass unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit andere Grundrechte beeinträchtigt werden. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass der Schulsenator angekündigt hat, ggf. das Schulgesetz dahingehend zu ändern, dass die Vollverschleierung in der Schule untersagt ist. Beate H.

Briefe an die Redaktion, #HamburgerAbendblatt, Montag,  3. Februar 2020

Werte mit Gewalt durchsetzen: Immer mehr junge Mädchen tragen Kleidung, die einer Vollverschleierung entspricht. Kein Kind käme von sich aus auf die Idee, bei mittlerweile schon mal subtropischen Temperaturen so herumzulaufen. Nein, es geht um die gewaltsame Durchsetzung kultureller Werte, die den hier praktizierten fundamental entgegensteht. Andreas S. ,Hamm.

Briefe an die Redaktion, #HamburgerAbendblatt, Dienstag, 4. Februar 2020

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Sorge um die #Demokratie – Sinn und Unsinn von #Protesten

Alexander Gauland, Alterspräsident im Landtag Brandenburg

Alexander Gauland 

 -Nach der Landtagswahl in Brandenburg, bei der er Spitzenkandidat war, wurde er Fraktionsvorsitzender seiner Partei und Alterspräsident im Landtag Brandenburg. Er wurde am 24.09.2017 über die Landesliste in den Deutschen Bundestag gewählt und ist Vorsitzender der AfD Bundestagsfraktion seit dem 26.09.2017. – Quelle: Who is Who in Germany, 2020.

Protest in Rathaus-Diele gegen AfD-Fraktions- Chef Gauland

Hamburg: Rund 80 Menschen haben gestern in der Rathaus-Diele gegen einen Auftritt des AfD-Bundestags-Fraktions-Chefs Alexander Gauland demonstriert. Er war im Rathaus Gast der AfD- Vortragsreihe „Fraktion im Dialog“. – Nachdem nicht angemeldete Protestierende gegen 19.30 Uhr den Zugang zum Rathaus blockierten und niemanden mehr hereinlassen wollten, rückte die Polizei vor und drängte die Demonstranten hinaus. Einer von ihnen warf auf dem Weg nach draußen einen Böller in die Rathaus-Diele, der dort auch explodierte. – Insgesamt verfolgten gut 500 Menschen die Rede von Gauland. Hamburger Abendblatt, (Auszug), Dienstag, 21. Januar 2020.

Gauland spricht vor mehr als 500 Gästen im Rathaus

Während in der Rathaus-Diele noch rund  89 Menschen „Ganz Hamburg hasst die AfD“ aus voller Kehle schmettern, warteten mehr als 500 Frauen und Männer darüber im großen Festsaal auf den Vortrag des AfD-Ehrenvorsitzenden und Bundestags-Fraktions-Chefs Alexander Gauland. „Konservative Gedanken für eine lebenswerte Zukunft“ lautete das Thema eigentlich. – Gauland, der sich und seine Partei einmal mehr in der Opfer-Rolle sah, bekundete: „Wer Probleme anspricht, wird denunziert.“ – Die Bevölkerungsexplosion in Afrika und Asien sei „das größte Problem des Planeten“. Gauland bezeichnete Deutschland als „Überlaufbecken für den afrikanischen Geburtenüberschuss“. Auch dafür spendeten die Zuhörer am Ende begeistert Beifall. Hamburger Abendblatt, (gekürzt), Mittwoch, 22. Januar 2020.

In Sorge um die Demokratie/Leserbrief  im Hamburger Abendblatt, Freitag, 24. Januar, 2020

21. Januar: „Protest im Rathaus gegen AfD-Fraktions-Chef Gauland“

Ich muss zunächst betonen, ich bin überzeugter Europäer und finde es schlimm, wenn in einer AfD-Veranstaltung „abschieben“ skandiert wird bezogen auf Mitbürger mit Migrationshintergrund. Aber: Ich finde es auch schlimm, dass auch Sie ((gemeint Hamburger Abendblatt)) als (bürgerliche?) Zeitung davon absehen über eine AfD-Veranstaltung zu berichten. So berichten Sie (an das Hamburger Abendblatt gerichtet) auch in Ihrer Ausgabe vom 17. Januar 2020 auf Seite 25 nur über Protest gegen die AfD in Reinbek, im Schloss. Ich halte mich für einen halbwegs unbefangenen und demokratischen Bürger – nicht parteigebunden – und wollte mich in Reinbek einmal originär über die AfD informieren. Schon das Hineingehen dort geriet zu einem Spießrutenlauf mit körperlichen Attacken und Halten von Schildern direkt vor meinem Kopf, sodass mehr Zartbesaitete vielleicht vom Besuch der Veranstaltung Abstand genommen hätten. Ich persönlich sorge mich sehr um unsere Demokratie. Dr. Claus S., Reinbek  – Tuscade: Volle Übereinstimmung!

 

 

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Die #Awo, ach so!

Dreiste Clique von Funktionären

Verschwörungstheorien

Es spricht sich herum

Der Spiegel, Nr. 51/14.12.2019, Genossenwohlfahrt, Soziales, absurde Honorare, protzige Dienstwagen, seltsame Prämien: Die Frankfurter Awo versinkt in einer Abzocker-Affäre. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Leserbrief, DER SPIEGEL Nr. 1/28.12.2019, Blind für die Macht der Presse

Dieser Artikel entlarvt die ganze „Wohlfahrt“-Vetternwirtschaft und ohrfeigt in diesem Zusammenhang die vielen Ehrenamtlichen! Warum wird diese Einrichtung eigentlich finanziell derart verführerisch ausgestattet? Da sind Langfinger doch vorprogrammiert! Mein Vorschlag wäre, die Millionen an bedürftige Arbeiter „wohltätig“ und direkt weiterzuleiten und diesen Selbstbedienungsladen aufzulösen. Dagmar B., Kiel

 

 

 

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Ich liebe #Haustiere (3), besonders #Hunde wie TIPPITIP

Auf dem Bauernhof:

Tippitip auf dem Bauernhof

Am Sonntag fährt Andrea mit ihren Eltern aufs Land. Tippitip darf auch mit. Er sitzt hinten im Auto neben Andrea. Er schaut zum Fenster hinaus. Sie fahren fort aus der Stadt und über die Autobahn. Dann biegen sie in eine Dorfstraße ein. Endlich sind sie da.

Sie laufen über einen Wiesen-Pfad zum Bach. Andrea trägt den Korb mit den belegten Broten.“Hier bleiben wir!“ ruft Andrea. „Schaut nur wie hübsch die Vergissmeinnicht blühen!“.

Tippitip will Schmetterlinge fangen

In der Nähe ist ein Bauernhof. Tippitip möchte mit den Hühnern spielen. Aber das darf er nicht. Tippitip soll artig sein. Er darf keine Löcher in die Wiesen buddeln. Er darf nicht bellen. Er darf auch keine Schmetterlinge fangen. Tippitip langweilt sich. Als Andrea nicht hinschaut, läuft er fort

Sie bellen und jagen einander

Auf dem Bauernhof trifft er einen Hund, mit dem spielt Tippitip. Sie bellen und jagen einander. Sie rennen zwischen den Kühen hindurch und buddeln tiefe Löcher.

„Tippitip!“ ruft Andrea. Aber Tippitip tut so, als ob er sie nicht hört. Erst als es dämmrig wird, läuft er zurück. „Du bist ein ganz ungezogener Hund“, sagt Andrea. Sie steigen ins Auto ein und fahren wieder nach Hause. „Schäm dich!“ sagt Andrea zu Tippitip. Aber Tippitip schämt sich nicht. Es war ein wunderschöner Nachmittag.

Gina Ruck-Pauquet, TIPPITIP, Eine von 7 Geschichten um einen lustigen Hund, Illustrationen: Klaus Eberlein, Georg Bitter Verlag KG, Recklinghausen 1977

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Ich mag #Haustiere (2)

Vor rund 10.000 Jahren wurden Hunde aus dem Wolf gezüchtet

Obwohl es heute – vom Zwergpinscher bis zur Riesen-Dogge – Hunderte verschiedene Hunderassen gibt, stammen doch alle vom Wolf ab. Die ältesten Haustiere des Menschen sind Schaf, Ziege, Rind und vor allem der Hund. Im Laufe der Jahre übernahmen die vielen Hunderassen ganz verschiedene Aufgaben: Die niedrigen Terrier jagen vor allem Ratten. Der Retriever apportiert Enten, die der Jäger geschossen hat. Vorstehhunde machen auf Beutetiere aufmerksam. Hütten-Hunde wie die Sennenhunde beaufsichtigen Herden. Die besonders  großen Hunderassen werden vor allem als Wachhunde eingesetzt.

Eine zusätzliche Aufgabe, die die Hunde heute haben, liegt im sozialen Bereich: Sie können dem Menschen Gesellschaft leisten.

Besonders ausgeprägt sind bei Hunden der Geruchssinn und das Hörvermögen. Hunde sehen nur verschwommen und können keine Farben unterscheiden. Hunde orientieren sich vor allem mithilfe ihres Geruchs-Sinns. Am Zoll arbeiten besonders ausgebildete Hunde, die nach Rauschgift suchen. Koffer müssen dazu nicht geöffnet werden. Auch wenn Drogen fest in Dosen und Beutel verpackt sind, riecht ein Hund sie dennoch.

Ein Zwergpinscher hat kaum noch Ähnlichkeit mit dem frei lebenden Wolf

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Ich mag #Haustiere (1)

Viel Pflege bei langem Fell

 

Der kleine Robert hat einen lustigen Hund von seinen Eltern geschenkt bekommen. Der Hund heißt Wuff und hat lange Haare. Deshalb muss er jeden Tag von Robert gebürstet und gepflegt werden. Am liebsten plantscht Wuff in der Badewanne und spritzt dabei alles nass.

Ich mag Haustiere, KURSIV-Verlag, München, 1991

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