Über die #Wahrnehmung äußerer (durch #Umwelt) und innerer #Zustände von #Mensch und #Tier

Einfach zum Sehtest gehen

Sehen oder auch Visualisieren: Schließe Deine Augen und stelle Dir das folgende vor: das Gesicht eines Menschen, den Du liebst. – Die Zahl 4081. – Es ist einfacher sich einen Menschen, den man kennt, vorzustellen als Zahlen oder ein rotes Viereck. – Uns vertraute Gesichter erkennen wir auch auf Anhieb wieder. In der Dunkelheit fällt Dir das Sehen schwer oder Du kannst nichts sehen. Wenn du trotz Licht nicht so gut sehen kannst, helfen Dir Augenarzt und Optiker weiter: Du bekommst eine Brille. Lichtwellen gehören übrigens zu den elektromagnetischen Wellen. Sie nehmen bei diesen aber nur ein sechzigstel des gesamten Bereichs ein.



Lieber doch hören

Hören: Höre doch einfach einmal folgenden imaginären Geräuschen zu: das Rascheln von Blättern im Wind, oder den Wellen, die sich am Ufer eines Sees brechen. – Aufmerksam Hören und Zuhören will gelernt sein. Beim Lernen und für die Schule trägt das zum Erfolg bei. – Wer sich jedoch seine Ohren zuhält, der hört entweder gar nichts oder alles nur abgeschwächt. Wie wir wissen können Tiere nicht sprechen, (sie haben wohl auch keine Gebärdensprache), aber sie verständigen sich durch die für ihre Art typischen Laute. Schallwellen sind periodische Luftdruckschwankungen. Sie werden Longitudinalwellen oder auch Längswellen genannt.


Schallwellen als Ergebnis der schwingenden Hörner einer Stimmgabel
Das gibt aber eine Belohnung

Riechen (ein Vermögen der Schleimhaut Deiner Nase): Das sind gleich die zwei Seiten einer Medaille, es gibt unangenehme und angenehme Gerüche. Bleiben wir bei den angenehmen. Stell Dir vor, Du riechst brennendes Holz oder ofenfrisches Brot. Oder den Duft frisch gebackener Laugenbrezeln, ganz zu schweigen von dem lieblichen Duft einer Blumenwiese. Du musst das einfach einmal (oder öfter) probieren. So etwas kann ungeahnte Wirkungen hervorrufen: Es stärkt Deine Konzentrationsfähigkeit auf fast magische Art und Weise. – Hunde riechen besser als Menschen. So helfen sie dem Zoll Drogen zu erschnüffeln.

Falsches Waschmittel, oder…

Fühlen (die Fähigkeit Deiner Haut Tastsinn, Temperatursinn und Schmerzsinn zu ermöglichen): Hast Du schon einmal im Dunklen einen Lichtschalter gefunden, oder besser ertastet? Beim Streicheln einer Katze oder eines Hundes spüren wir das Fell. Wir spüren, wie eine Oberfläche beschaffen ist. Unterschiede von glatt und rau kann man erkennen. Bei manchen Hemden muss ich mich ständig kratzen.

Schmecken (möglich durch Papillen auf der Zunge, vier Geschmacksrichtungen sollen wahrgenommen werden): Kannst Du Dir den Geschmack Deines Lieblingsessens vorstellen? Wenn Du diese Übung öfter machst, auch mit anderen Objekten (Apfelsine, Erdbeere, Gummibärchen), kannst Du ganz unerwartet neue Gerüche wahrnehmen. Ob Du das glaubst oder nicht! (Übung macht auch hierbei den Meister). Es geht u.a. um eine spezielle Kunst: Ein richtiges Maß zwischen Anspannung, Entspannung und Ablenkung zu finden. Kinder mögen Süßes, und bei Zuviel das Zähneputzen nicht vergessen!

Für manche Reize allerdings fehlen uns die Sinnesorgane: Fledermäuse hören z.B. Ultraschall, ganz abgesehen von den Spezies, die in der Dämmerung und Nacht aktiv sind. Diese Nachttiere können im Dunkeln viel besser sehen als wir Menschen.

Augen, die nachts leuchten
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Kleiner #Vierbeiner #Rommel wird nun #Scout genannt

Der Jagdhund heißt nun Scout

MIAMI: Viel Ärger um einen Hundenamen: Ein Sheriff im US-Bundesstaat Florida hat einen kleinen Entrüstungssturm ausgelöst, weil sein neuer Vierbeiner Rommel hieß. Nach Beschwerden mit der Namensgleichheit mit Wehrmachtsgeneral Erwin Rommel wurde der zehn Wochen alte Jagdhund kurzerhand in Scout umbenannt, wie der Sender Fox News berichtet. Vor allem in den sozialen Netzen hatte es Kritik gegeben. dpa

Rommel
„Rommel der Wüstenfuchs“

Nachrichten, #HamburgerAbendblatt, USA, Polizeihund „Rommel“ muss umbenannt werden, Hamburger Abendblatt, Dienstag, 9. April 2019

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#Fürsorge für #dieKleinsten

Elternstolz

Bindungsforscherin Ahnert untersucht seit fast vierzig Jahren die seelische und kognitive Entwicklung von Kindern zwischen Baby- und Schulalter. Sie trug maßgeblich dazu bei, dass Qualitätsstandards für die frühkindliche Betreuung gesetzt wurden. Zuletzt beschäftigte sich Frau Ahnert als Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Wien mit der Rolle der Väter in der Beziehung zum Kind.

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, zeigt es gleich eine besondere Vorliebe für seine Spezies, für die menschliche Stimme, das Gesicht. Von Tag eins an – und auch noch davor, in der Schwangerschaft – werden die Kinder durch die Beziehung zu den Menschen um sie herum geprägt. Schon im Bauch hört das Baby die Stimme der Mutter und kann, kaum auf der Welt, zwischen mütterlichen Lauten und anderen genau unterscheiden. Es ist schon eine gewisse Vertrautheit da, Behaglichkeit. – Sigmund Freud nannte diese Phase die Amnesie der Kindheit. In dieser Zeit passiert viel. Das Gedächtnis bildet sich aus, vor allem aber prägen sich die nonverbalen, emotionalen Erfahrungen ein. Die Vertrautheit mit Stimmen, Geräuschen und Gerüchen, die Zuwendung, die wir erleben und das Wohlgefühl, das wir dabei haben. Die uns ins hohe Lebensalter begleiten. In der Kindheit bildet sich dieser feste Grundstock, der durch die Erfahrung von Beziehungen entsteht. Eltern müssen nicht irgendetwas lernen. Im ersten Lebensjahr des Kindes sprechen wir von der sogenannten intuitiven Elternschaft. Die funktioniert in allen Kulturen gleich. Frauen – und übrigens auch Männer – wissen ganz von selbst, wie man sich einem Kind zuwendet und mit ihm umgeht.

Der Mensch ist ein sehr plastisches Wesen und zu großen Veränderungen fähig. Bleibende Schäden sehen wir in unserem Feld fast nur an Kindern, die in Waisenheimen in völliger Gefühlsarmut oder in chaotischen Familien mit Missbrauch aufgewachsen sind. In düsteren Welten. Mit allen anderen Umwelteinflüssen lässt sich umgehen.

In den Arbeiten von Lieselotte Ahnert taucht immer wieder das Wort „Feinfühligkeit“ im Umgang mit den Kindern auf. Das ist die Frage, wie man ein Miteinander mit kleinen Kindern von Anfang an gestalten kann. Wegen der kurzen Gedächtnisspanne können die Kleinen eine Reaktion auf das eigene Verhalten beziehen, wenn die innerhalb eines bestimmten Zeitfensters kommt. Beim Baby sind es üblicherweise wenige Sekunden. Bei Einjährigen auch bis zu zehn Sekunden. Ob die Bezugsperson also prompt und dann vor allem auch angemessen reagiert – das verstehen wir unter Feinfühligkeit. – Etwas später möchte es niemanden, der ( beim Turmbau aus Klötzchen u.a.) ständig hinter ihm steht und das sofort kommentiert. Die längeren Reaktionspausen erlauben es dem Kind, sich zunehmend selbstständig einzubringen.

Dass frühe Bildung nicht funktioniert, wenn die Kinder keine Beziehung zu demjenigen haben, der ihnen etwas beibringen will. Die Erfahrung, dass ein Mensch, mit dem ich vertraut bin, sich dafür interessiert, was ich mache, ist immer wichtig. Viel wichtiger als nur das Kinderzimmer mit teurem Spielzeug auszustatten.

Frau Ahnerts Studien zeigen, dass es erst nach dem 18. Monat auch um die Beziehung zwischen den Kindern geht. Dann haben die Kinder etwas voneinander. Sowohl von den Freundschaften als auch von den Konflikten. Davor muss man auf kleine Gruppengrößen setzen, in denen man sich den Kindern viel stärker einzeln zuwenden kann.

In ihrer Zeit in Amerika konnte sie erfahren, woran ihre Kollegen dort forschen: Die Amerikaner wollten wissen, was macht die frühe Fremdbetreuung mit den Kindern? – Die frühe Fremdbetreuung hat die Kinder noch stärker betroffen, weil die Elternzeit da nur wenige Wochen dauert. Das Weggeben der Kinder fällt in die kritische Phase der Bindungsentwicklung. Es wurde die Auswirkung früher nicht mütterlicher Betreuung bis in die Jugendzeit untersucht. Heraus kam: Wenn die Einrichtung gut ist, bleiben auch die alten Bindungen erhalten. Denn die Bindung zur Mutter entwickelt sich parallel, und den Wechsel hält das Kind aus.

– Wir sind dabei !

Dann hat sich Lieselotte Ahnert mit den Männern auseinandergesetzt: Die starren Zuschreibungen, was Männer tun oder lassen sollten, lösen sich sichtbar auf. Sie hat sich deswegen vor Kurzem die verschiedenen Vätertypen angesehen. Zunächst einen sehr engagierten Vater. Der hilft unter der Woche mit und macht querbeet alles, was anliegt. Und er legt vor allem am Wochenende noch einen obendrauf. – Dann gibt es den Typus, der wirklich wenig einbringt. – Im Mittelfeld liegen Väter, die machen das, was der engagierte Vater tut, sind aber nicht besonders eifrig am Wochenende. Immerhin gleichen diese Väter eine schlechte Mutter-Kind-Bindung aus. – Und die Engagierten? Woher rührt nun deren großes Interesse? Jedenfalls ist es nicht aus der Not geboren. Denn denen ist das alles egal: wie gut oder schlecht die Mutter-Kind- Beziehung ist, wie viel Freizeit für sie selbst abfällt. Die sind einfach interessiert an ihrem Kind und daran, welche Rolle sie in diesem Leben spielen. Das kann als Vaterschaft in einem ganz ursprünglichen Sinn angesehen werden.

Was ist eine „hinreichend gute Mutter“? Das ist ein tröstlicher Begriff, der in der Forschung immer wieder auftaucht. Er besagt, dass es kein Idealprogramm für Mutterschaft gibt. Wenn Eltern mit bestem Gewissen und engagiert tun, was sie eben tun können, ist dies für das Kind auch authentisch und richtig. Und in diesem Sinne gilt das Konzept genauso für die Väter.

„Vaterschaft ist etwas ganz Spannendes“

Kerstin Kullmann und Rafaela von Bredow, „Kinder zu bekommen ist schon verrückt“ (gekürzt), Wie viel Mama und Papa braucht das Kind?, Die Entwicklungspsychologin Lieselotte Ahnert hat das Seelenleben der ganz Kleinen erforscht – und herausgefunden, wie früh Prägung beginnt, ob die Kita schadet und wann die Eltern alles richtig machen, #DERSPIEGEL, SPIEGEL-Gespräch, Nr.15/6.4.2019, S. 92 bis 95

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Modischer #Außenseiter – Leider nicht nur das

Der nasenbreite Schnauzer kommt zwar fast bauhausmäßig schlicht daher, er ist aber auch ein Symbol des Bösen. Denn das borstige Viereck wurde vor allem durch seinen Träger Adolf Hitler bekannt. Wer sich derart frisiert, setzt sich heute unweigerlich dem Verdacht aus, selbst ein Nazi zu sein. Wie wurde der Tyrannenschnauzer zum Teufelshorn der Moderne? Und wie wirkungsmächtig ist er noch heute?

Das Symbol des „Bösen“

In „Mein Kampf“ ist zu lesen, wie wichtig Hitler das war, was heute Corporate Identity genannt wird. Der Naziparteichef suchte planmäßig nach etwas, was seine äußere Erscheinung zu einer Marke verdichtete. Es ist nicht klar, wann sich der „Führer“ zum ersten Mal seinen kantigen Oberlippenbart frisierte, aber es wird vermutlich nach dem 1. Weltkrieg gewesen sein.

Ende der Zwanzigerjahre war der Zweifingerbart zumindest umstritten. Er wurde von modernen Herren nicht mehr bevorzugt, heißt es etwa im Fachmagazin „Der Deutsche Friseur“. In einer anderen Zeitschrift soll er sogar als „unappetitlich“ und „grotesk“ gebrandmarkt worden sein. Hitler hielt trotzdem an seinem Bärtchen fest.

Es mag Hitler gefallen haben, dass seine Gesichtsbehaarung nach der „Machtergreifung“ offenbar eine Art Renaissance erlebte. Man stieß auf Flohmärkten und in Bibliotheken auf Hunderte Fotos von Privatpersonen mit Zweifingerbart. Mit dem Bart konnte Hitler im Gesicht jedes Mannes erscheinen. Und wenn er ein Lehrer war, hing der „Führer“ nicht nur als Bild an der Wand, sondern stand auch leibhaftig im Klassenraum. Nach dem Zweiten Weltkrieg wiederum verschwand der Zweifingerbart fast vollständig aus den Männergesichtern. Er war genauso unmöglich geworden wie der Vorname Adolf.

Der „Führer“ mit nasenbreitem Schnauzer

Der Bart ist neben dem Hakenkreuz das Symbol mit dem höchsten Wiedererkennungswert. Er ist, weil er so leicht darzustellen ist, so mächtig, dass durch ihn alles zum Nazi werden kann. – selbst Hunde und Katzen. Im Internet wimmelt es von Fotos von Haustieren, die mit schwarzem Fellklecks unter der Nase geboren wurden, und es kommen immer neue hinzu. Hitler mag tot sein, sein Bart ist es nicht.

Guido Kleinhubbert, im Interview mit Kulturwissenschaftler Friedrich Tietjen, (Ausschnitt), Modischer Außenseiter, Der Hitlerbart ist ein Symbol des Bösen, Ein Kulturwissenschaftler erforscht, wie es so weit kommen konnte, #DERSPIEGEL, Geschichte, Nr.13/23.3.2019

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#GleichesRecht #fürAlle!

#DERSPIEGEL: Leserbriefe, Permanenter Ausnahmezustand, DER SPIEGEL Nr.13/23.3.2019 Leserbrief: „Meine beiden Dackel fordern von mir, dass ich den SPIEGEL abbestelle. Sie meinen, ihr Titelbild ist diskriminierend.“ Werner R. Geestland (Niedersachsen)

Auch das noch!

Leserbrief: Menschen brauchen Sicherheit, Klarheit und Verlässlichkeit in ihrem Leben. Es gibt gesellschaftlich nur kurze Zeitfenster, in denen Aufbrüche angesagt sind, wo die Bewegung zu einem kollektiven Impuls wird. „Mehr Demokratie wagen“ war so ein Momentum. Danach strebt alles wieder zur Ruhe. Zurzeit schwinden bewährte Gewissheiten, bekannte Regeln stehen infrage: Wie definiert sich welche Geschlechtlichkeit? Wie viel Ausland verträgt das Inland? Regionalität steht gegen Globalisierung. Das Klima steht Kopf, die Vermögensschere geht auseinander. Nichts scheint mehr so zu sein, wie es einmal war. Die normale Reaktion auf diese reale oder gefühlte Unbill ist Aggression, die an sich produktiv wäre, wenn sie zu neuen Ufern führen würde. Destruktiv aber wendet sie sich nun gegen den Nächsten, wie in einem Mastbetrieb, wo sich die armen Schweine, zu eng gehalten und nur auf Profit gezüchtet, gegenseitig Ohren und Schwänze abbeißen. – Dr. Klaus Neumann, Psychologe, München –

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#Kinder finden ihren #Weg – am besten allein!

Kinder wollen ihre Fähigkeiten selbst ausprobieren

Die Erziehungsstile der Eltern haben sich weltweit in den vergangenen Jahrzehnten verändert. In westlichen Gesellschaften, in denen die soziale Ungleichheit zunimmt, neigen mehr Eltern zu einem sogenannten intensiven Führungsstil: Sie lassen den schulischen Erfolg ihrer Kinder zum Maß aller Dinge werden. Die Kinder solch ehrgeiziger Mütter und Väter schneiden in der Schule und in der Uni oft besser ab. Eltern in Ländern, in denen der Konkurrenzdruck weniger groß ist, wie in Skandinavien, drängen eher auf Kooperation und das Arbeiten in Teams. Kinder, die so erzogen werden, neigen dazu, ihrerseits auf eine gerechtere Gesellschaft hinzuwirken. Helikoptereltern wiederum, halten ihre Kinder davon ab, erwachsen zu werden.

Die Intensivbetreuung kann noch schlimmere Folgen haben. In dem Maße, in dem die Möglichkeiten der Kinder zum freien Spiel in einem Land eingeschränkt werden, hat sich auch deren psychische Gesundheit verschlechtert. Mit den bekannten schlimmen Folgen für das Leben der Schulkinder. Kinder haben heute seltener das Gefühl, Kontrolle über ihr Leben zu haben. Sie fühlen sich deshalb ihrem Schicksal ausgeliefert.

Wie lernen Kinder nun am besten, ihr Leben zu meistern? Nicht, indem Eltern ihren Kindern erzählen, wie das geht. Sondern eher, indem Kinder ihre Fähigkeiten selbst ausprobieren. Und zwar: ganz allein.

Hamburger Abendblatt: Helikoptereltern

Kerstin Kullmann, Interview mit Ökonom Matthias Doepke und Entwicklungspsychologe Peter Gray (gekürzt), Lasst die Kinder frei, Wo Helikoptereltern Erfolge verbuchen – und um welchen Preis sie das tun, #DERSPIEGEL, Einwurf, Nr. 11/9.3.2019

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#Autoreparatur auch später in guten Händen!

Meisterbrief für Max Weber/Foto: Pohl

Nach neun Monaten intensiven Lernens hat der 23-Jährige Max Weber als einer der jüngsten in Hamburg die Meisterprüfung für Kraftfahrzeugtechnik bestanden. Der Vater Andreas Weber, Kfz-Meister, ist sehr stolz darauf, dass sein Sohn den Meisterbrief bereits zwei Jahre nach seiner Ausbildung zum Mechatroniker in der Tasche hat. Elektrik, Elektronik und digitale Systeme spielen in der Branche mittlerweile eine äußerst wichtige Rolle. Max Weber wird später in die Fußstapfen seines Vaters treten und in Zukunft den elterlichen Betrieb übernehmen.

Insgesamt elf Mitarbeiter sorgen bei Autoreparatur Ambos für eine freundliche und kompetente Bedienung der Kunden. Persönliche Beratung sind für das Oststeinbeker Unternehmen selbstverständlich. Die gewissenhafte Ausführung der Schlüssel zum Erfolg.

Weitere Informationen und Tipps für Fahrer und Fahrzeug finden sich auf der Facebook-Seite: www.kfz-ambos.de/.

Rennwagen aus dem Jahre 1916

Neuer Meister bei Autoreparatur Ambos (gekürzt), Der Sohn von Inhaber Andreas Weber besteht als einer der jüngsten die Abschlussprüfung, AUTO NEWS, #GlinderZeitung~Sachsenwald, Ausgabe 4 / 22. Januar 2019

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Nicht gegen #unsereGesetze #verstoßen!

Bundesrepublik Deutschland

Das Grundgesetz gesteht uns Religionsfreiheit zu. Das Grundgesetz gesteht uns Meinungsfreiheit zu. Das Grundgesetz gesteht uns keine Vollverschleierung zu. Wozu denn auch?

Jeder Mensch kann in die Kirche oder Moschee gehen, in die er möchte. Jeder Mensch kann sagen, was er möchte. Er darf nur bei seinen Aussagen nicht gegen Gesetze verstoßen oder zu Straftaten aufrufen. Mehr braucht eine Demokratie nicht.

Wem das nicht reicht, dem steht es frei, unsere Demokratie zu verlassen. – Axel P.

#HamburgerAbendblatt, Montag, 4. März 2019, Demokratie ohne Schleier, MEINUNG, Briefe an die Redaktion

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#ENTEIGNET von #SoniaMikich – Eine Rezension

Sonia Mikich ist eine Betroffene. Sie kann es nicht fassen, wie sie innerhalb eines Augenblicks von einer Person zu einem Fall wurde. Sie hat die folgende Krankenhausgeschichte selbst erlebt. Sie gerät seinerzeit mit einer diffusen Bauchbeschwerde in die „Maschinerie“ des Krankenhauses. Dort wird sie mehrere Male operiert, aber sie überlebt alle Eingriffe – Allerdings wurde für etwa fünf Monate außer Kraft gesetzt, als aufgeklärter, abgesicherter Mensch in Deutschland das eigene Leben gestalten und verwalten zu können. – Wie mag es dann wohl den Alten oder Armen ergehen, die ratlos und sprachlos vor dem Herrn Doktor stehen?

Pflege im Krankenhaus

Viele Menschen kennen die Entmündigung, die man im Krankenhaus erleben kann. Genommen wurde ihr – zum Vorteil des Wirtschaftsakteurs Klinik die Verfügung über ihren Körper. Genommen wurde ihr das Urvertrauen in andere. Warum passiert so etwas überhaupt? Welche Faktoren machen aus Menschen Fälle? In deutschen Krankenhäusern läuft etwas gewaltig schief. Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht von einem Skandal oder von unnötigen Gestorbenen berichtet wird. Insbesondere die Krankenhäuser geraten ins Visier der Öffentlichkeit. Hier ist der Ort, wo Menschsein elementar stattfindet: Gebären, gesunden, heilen, dahinsieden, leiden, sterben.

In der Sendung „Monitor“, die Sonia Mikich fast elf Jahre verantwortete und moderierte war fehlerhafte Gesundheitspolitik ein Muss-Thema. Und am Ende jedes Missstands, den sie aufdeckte und moderierte, stand die bittere Erkenntnis, die Politik müsste in unverantwortliche Bereiche reingrätschen. Sie lässt sich aber von Lobby- und Verbandinteressen lähmen oder sogar leiten. Der Blick auf Alternativen? Nein, er ist verstellt vom schieren Ausmaß der Defizite. – Mikichs Erlebnisse waren kein Einzelfall, sondern systembedingt. So spricht man halt von der „Ware“ Gesundheit.

Bei aller Kritik, das Gesundheitssystem hat große Vorteile. So könnte die heranwachsende jüngere Generation die Dinge anders gestalten. In ihrem Buch* legt Sonia Mikich auch etwas „Selbstverständliches“ dar: Viele Krankenhausärzte, Pflegerinnen und Pfleger sind wunderbare, sensible Profis, die an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen. Sie arbeiten mehr, als sie müssen. Sie retten Leben, sie heilen Sieche, sie lindern Schmerzen.

Retter im Einsatz

#SONIAMIKICH, #ENTEIGNET*, In Zusammenarbeit mit Jan Schmitt und Ursel Sieber, Warum uns der Medizinbetrieb krank macht, Bertelsmann Verlag, München 351 Seiten 2013 – Rezension

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Geht’s noch im #Straßenverkehr?

Wer die Grundregeln des Miteinanders auf und neben der Straße versteht, sollte wissen wer Vorfahrt hat. Das ist keine höhere Mathematik, nicht einmal das Äquivalent zur Abseitsregel im Fußball, sondern meistens bemerkenswert eindeutig, das sollte man immerhin meinen.

Zebrastreifen

Wenn man im Eifer des ungebremsten Fortkommens in den Gegenverkehr wechselt, darf man davon ausgehen, dass man keine Vorfahrt hat. Dem – mutmaßlich jungen Mann hinter dem ich letztens herfuhr, scheint diese Tatsache unbekannt zu sein: Ein am Straßenrand parkendes Auto und eine dieser Ausbeulungen zur Verkehrsberuhigung umkurvte er mit so geschicktem Timing, dass der jeweils entgegenkommende einzelne(!) Pkw beherzt bremsen musste.

Außerdem, lieber Transporterfahrer, sind die Metalltafeln am Straßenrand nicht bloß Dekoration: Wenn man da ein auf den Kopf gestelltes weißes Dreieck mit rotem Rand sieht, heißt das nicht, dass du mich durch tolldreistes Einscheren ausbremsen darfst. – Immerhin weiß ich jetzt, dass ABS und Co. in meinem Auto funktionieren.

Fußgängerweg

Und bevor ich’s vergesse: Natürlich wiegt ein Fahrrad keine zwei Tonnen. Trotzdem sollte man dem SUV-Piloten erklären, dass er nicht einfach auf die Straße fahren darf , wenn jemand ihm im Weg ist – auch als Radfahrer habe ich Rechte.

  • – Bloß drei Beispiele aus einer Woche Straßenverkehr: Dass die Quote derjenigen, die mit Schwung durch die Führerscheinprüfung rasseln, stetig zunimmt, wundert mich nicht in Anbetracht des Unfugs, der ihnen täglich vorgelebt wird.
Radweg und Fußgängerweg

Alexander Josefowicz, STOP AND GO, Dreierlei Dummheiten im Straßenverkehr, #HamburgerAbendblatt, Sonnabend/Sonntag, 23./24. Februar 2019

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