#Warlich – wahrlich ein #König der #Tätowierer! – ein deutscher #Urvater der #Szene

Tätowierer Warlich mit Kunde um 1930: „Politik, Erotik, Athletik, Aesthetik, Religiös!!

Christian Warlich gilt als der Urvater der  deutschen Tattoo-Kunst. Seine Illustrationen waren wegweisend. Er konnte Tattoos nicht nur anbringen, sondern war auch einer der Ersten, der sie professionell wieder entfernte. Schon als Jugendlicher stach er seinen Schulkameraden Motive auf die Haut. Im Alter von 14 Jahren verließ Warlich sein Elternhaus und zog nach Dortmund, wo er einige Tätowierer kennenlernte. Als Heizer heuerte er auf dem Passagierschiff „Imperator“ an, es brachte ihn nach New York. Dort erstand er wohl seine erste Tätowiermaschine – und brachte sie nach Deutschland.

Die Restauratorin treibt vor allem eine Frage um: Schimmelt hier etwas?

Der Hautlappen hat die Größe eines Handtellers. Ein Tattoo zeigt zwei Vögelchen. Sie tragen zwei Anhänger in Herzform. Die Schnäbel berühren sich. Links neben den Anhängern steht der Name „Edith“, rechts daneben „Werner“. Oben: Treue Liebe“

In Hamburg angekommen meldete er eine Schankwirtschaft an. In einem Separee, abgetrennt durch einen Vorhang, stach Warlich fortan die Tattoos, die ihn weltberühmt machen sollten. Eines von ihnen ist auf dem Hautstück zu sehen, das nun vor Silke Beiner-Büth auf dem Tisch liegt: satte Farben und schwungvolle Linien mit zarten Fettungen, die Buchstaben hier und da etwas bauchiger machen; so hob sich Warlich von der Konkurrenz ab. Das Hautstück ist eines von 29, die sich derzeit im Museum für Hamburgische Geschichte befinden. Beiner-Büth muss erklären, wie man sie konserviert, ohne dass sie Schaden nehmen.

Die Mixtur dieses Ablösemittels galt lange Zeit als Geheimnis des Tattoo-Königs: Warlich hatte 1935 das Tattoo eines Matrosen entfernt, worauf sich dessen Hand entzündete; als die Gesundheitsbehörde davon erfuhr, musste der Tätowierer seine Methode in einem Brief dokumentieren. Er beschrieb die Rezeptur: destilliertes Wasser, Äther, Kali, Kochsalz, arsenfreie Schwefelsäure. Warlich trug die Tinktur in der Regel mehrmals auf die betreffende Stelle auf und konnte die Haut, sobald sie abgestorben war, mit einer Pinzette abziehen. Es blieb eine Narbe zurück. Zehn der Hautstücke mit den Tattoos von Christian Warlich gehören seit 1965 dem Hamburger Museum.Die Historiker kauften der Witwe Magdalena Warlich einen Teil des Nachlasses ab.

Das zentrale Objekt in Warlichs Nachlass aber ist sein berühmtes Vorlagealbum. Bis zum frühen 20. Jahrhundert hatten Tätowierer ihre Vorlagen in Büchlein mit sich getragen; so zogen sie durchs Land. Als sie dann mehr und mehr sesshaft wurden, kamen die „Flash Sheets“ in Mode. Das waren größere Blätter, die Warlich und andere in ihre Warteräume und Schaufenster hängten. Dann kamen Kunden ins Haus!

In seiner Kundenansprache wurde Warlich über die Jahre deutlicher. Auf einer Werbekarte, vermutlich aus den Vierzigerjahren heißt es: „Alles, was der männliche Körper ausdrücken soll, steche ich ein: Politik, Erotik, Athletik, Aesthetik, Religiös!!“ Erst 1962 meldete Warlich sein Tätowier-Gewerbe offiziell an, zwei Jahre vor seinem Tod.

Bei Instagram können Nutzer unter dem Hashtag  #inspiredbywarlich Bilder von Tattoos posten, die von Warlich-Motiven angeregt sind.

Yannik Ramsel, NADELKÖNIG (Auszug), Geschichte, Kunsthistoriker erforschen den Nachlass Christian Warlichs – und lüften dabei so manches Geheimnis des Urvaters der deutschen Tattoo-Szene, #DERSPIEGEL, Wissenschaft,  Nr. 26/22.6.2019

 

 

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4 Antworten zu #Warlich – wahrlich ein #König der #Tätowierer! – ein deutscher #Urvater der #Szene

  1. tuscade sagt:

    Das Wort „Risiken“ taucht mehrmals in Deinem Kommentar auf. – Wir leben mit Risiken. Viele meiner Mitstreiter bei „Sportsfreund“ in Oststeinbek sind tätowiert. Manches Tattoo unterstreicht die Persönlichkeit.

    • Karina sagt:

      Hallo Michael,
      sorry, es sollte keinesfalls eine Kritik sein. Natürlich sind Tatoos eine Form des künstlerischen Ausdrucks, die sehr dekorativ sein kann.
      Tätowieren- und keine Haftung bei Komplikationen würde mich stutzig machen.
      Zudem ist die Wirkung auf den Organismus weitgehend unerforscht und die Frage ist-wie sauber sind die Farben.
      Einige Ärzte sehen Tätowierungen nicht gerne am Handgelenk denn im Falle eines medizinischen Eingriffs ist es dann unmöglich, eine lokale Betäubung zu injizieren.
      Auch bei Heranwachsenden ist es nicht angebracht , die Lendengegend oder der Bereich der Wirbelsäule zu tätowieren, da hier das Gleiche Problem entsteht.
      Nun die ,,Schönkliniken,, werden es schon wissen.
      So sei doch zuletzt gesagt, dass jeder selber wissen muss was er mit seinem Körper macht und was er schön findet !
      Vielen Dank für diesen Beitrag…möge es vielleicht auch Unwissende interessieren .

      • tuscade sagt:

        Alle, bei denen ich Tätowierungen entdecke halte ich Tattoos für deren persönlichen Ausdruck und deren persönliches Recht, was auch immer der Anlass bei ihnen für das Zeigen von Tattoos gewesen sei!

  2. Karina sagt:

    Hallo Michael,
    im Bestand des Museums für Hamburger Geschichte, gibt es in der Zeit von 27. November 2019 bis 25. Mai 2020 Vorlagen in Alben und Einzelblätter vom Künstler Christian Warlich zu sehen.
    Warum lässt man sich tätowieren ? Warscheinlich hat der Betroffene ein Gefühl einer gesteigerten Attraktivität ? …..oder ist sogar Stolz auf seine Mutprobe ?
    Ich bringe eine Tätowierung in Verbindung mit Risiken und Persönlichkeitsentwicklung. Wobei noch nicht ausreichend erforscht ist,
    ob die Chemie die unter die Haut geht nicht Risiken verbirgt ? Die Farbe die im Körper wandert wird vom Körper als Fremdkörper angesehen. Eine nicht so gesunde Angelegenheit, da der Körper auf Außeneinwirkungen mit Fresszellen reagiert und versucht sie abzutransportieren. Soll jeder machen was er möchte……aber ich mache die Tätowierung auf großen Projektionsflächen, sprich Körper nicht mit. Da ist mir eine feine Kette lieber. Die kann man wieder ablegen.

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