#Protest beim #G20Gipfel in Hamburg

Protest beim G-20-Gipfel

Protestwelle beim G-20-Gipfel in Hamburg

Wer sind die Organisatoren hinter dem Protest? Was wollen sie? Nur dagegen sein? Oder haben sie Ideen für eine bessere Welt?

Fast eine Woche wird es Alternativgipfel, Diskussionsforen und Demonstrationen geben. Nicht nur vermummte Militante werden in der Stadt sein. Es hat sich ein breites Bündnis aus linken Gruppen gebildet: Umweltschützer, Feministen, Antifaschisten und Friedensbewegte wollen gemeinsam auf die Straße gehen. – Vielleicht gibt es nach dem Gipfel eine Generation Hamburg, die sich vernetzt und langfristig für eine bessere Welt kämpft. Es ist mitunter schwierig mit Linksradikalen ins Gespräch zu kommen. Die Angst in der Szene ist groß. Manchmal zu Recht. Der gerade angelaufene Dokumentarfilm „Im inneren Kreis“ zeigt, dass verdeckte Ermittlerinnen der Polizei  ausspionierten und dafür sogar Liebesaffären in der Szene begannen. Seitdem sind viele noch konspirativer geworden.

Seit Monaten wird die „Kommunikationsinfrastruktur“ des internationalen Medienzentrums FC/MC aufgebaut. Dafür wird ein Saal am Millerntor-Stadion des FC St. Pauli aufwendig umgerüstet. Von dort aus sollen Journalisten und Aktivisten über den G-20-Protest berichten. Sogar ein Livestream ist geplant, um Bilder von den Protesten in die ganze Welt zu übertragen. Es wird in Hamburg Ärger mit der Staatsmacht geben: Ob Hackerangriffe durch Geheimdienste oder direkte Repression durch die Polizei vor Ort, man muss mit allem rechnen. Den anderen Aktivisten wird eine sichere Kommunikation ermöglicht.

Viele, die jetzt die Proteste organisieren, waren schon 2007 in Heiligendamm dabei. Damals protestierten Tausende Menschen gegen den Gipfel in einem Luxushotel am Ostseestrand. Hunderte Demonstranten gelang es, in die Nähe des Absperrzauns zu kommen und die Zufahrtsstraße zu blockieren. Heiligendamm war für viele Aktivisten ein Neustart. Nach langen Jahren der Agonie konnte die Linke im Anschluss an die G-8-Proteste mehrfach Akzente setzen: 2011 besetzten Tausende die Bahngleise im Wendland, um Atomtransporte zu stoppen. Während der Finanzkrise gab es monatelang ein Protestkamp im Frankfurter Bankenviertel, in dem Linke über Alternativen zum Kapitalismus diskutierten. 2015 kam es bei der Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank (EZB) zu Ausschreitungen. Und im vorigen Jahr stürmten Umweltaktivisten unter dem Motto „Ende Gelände“ das Braunkohlerevier in der Lausitz, um auf Klimaschäden hinzuweisen.

Laura Kröger, 21, studiert Soziologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg. Sie ist Sprecherin von „Jugend gegen G20“. Dem Bündnis gehören auch die Nachwuchsorganisationen verschiedener Gewerkschaften und die „Falken“ an. Laura Kröger wohnt auf St. Pauli, wo alle ein Problem mit dem G-20-Gipfel haben. Es wird als Provokation angesehen, wenn die Polizei jetzt wieder die unterschiedlichen Zonen bestimmt, in denen die demokratischen Rechte eingeschränkt werden. Weil sie neugierig war, nahm Laura Kröger im Dezember 2016 auf der G-20-Aktionskonferenz an einem Workshop teil. Dort lernte sie andere junge Menschen kennen, die so denken wie sie. Laura Kröger will das Studiensystem verändern. Sie fordert mehr Geld für Bildung und Mitbestimmung. Für sie sind die Demos auch ein Happening. Sie hat jetzt „richtig Bock auf die Proteste“. Die Organisatoren planen Protestcamps, wo Menschen aus aller Welt zusammenkommen.

Emily Laquer von der Interventionistischen Linken glaubt, dass derzeit vor allem Rechtspopulisten den Status quo infrage stellen. Dadurch erscheine Angela Merkel als „last women standing as leader of a free world“. Aber das sei „natürlich Quatsch. 5000 Mittelmeertote und Abschiebungen nach Afghanistan haben nix mit Freiheit zu tun“. – Sie hält am „Klassenkampf“ fest. Die Interventionistische Linke will weiterhin eine „radikale Transformation der gesellschaftlichen Verhältnisse“ erreichen. Dafür hat sich Emily Laquer in Hamburg einiges vorgenommen. Am ersten Gipfeltag will sie mit der Gruppe „Block G 20″die Messehallen umzingeln. „Ungehorsam sein“, wie sie sagt: „Wir wollen den Gipfel einkesseln und festsetzen, sodass zum Beispiel kein Catering mehr durchkommt“. Gestürmt werden soll der Veranstaltungsort allerdings nicht.

Welches Signal von Hamburg ausgeht, wird am Ende davon abhängen, ob es friedlich bleibt. Jan von Aken ist einer von denen, die dafür Verantwortung tragen. Für den 8. Juli hat van Aken, der für die Linken im Bundestag sitzt und früher Greenpeace-Aktivist war, eine Großdemonstration angemeldet. Drei Wochen vor Gipfelbeginn hat der Linken-Ortsverband von Norderstedt zur Diskussion eingeladen. Etwa 50 Leute sind gekommen. Nach dem Vortrag dürfen die Besucher Fragen stellen. Ein Rentner meldet sich zu Wort: „Sie planen eine Demonstration mit 50.000 Leuten. Was  ist mit den 4.000 Leuten, die sich angekündigt haben, um Terror zu machen. Die mischen sich unter sie. Wie wollen sie da friedlich bleiben?“

Laura Backes et al. „Bock auf Proteste“ (Auszug), G20, Linke Aktivisten planen Demonstrationen und Blockaden, um den Gipfel in Hamburg zu stören. Wer sind sie, was wollen sie erreichen? #DERSPIEGEL, Deutschland, 26/2017

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INTERNATIONAL VERSION OF PROFILE:
Tuscade, born 23 November 1939, Brno, Czech Republic. – Academic Librarian. – Son of Reinhold and Hanna Luise Willamowski. – Married Sibylle Zwirner. – 2 sons, 1 daughter. – Education: Degree in Physics. – Appointments: Captain, German Airforce, 1961-62, – Teacher Hamburg, Germany, 1966-70, – Information Broker, Universität der Bundeswehr/Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg, 1966-2004. – Influence: Interest in Referencing (Library), Prof. Dr. Adolf Knappwost (German) , Randolph E. Hock. Ph.D. (American) – Creative Works, Achievements include: Invention of semipermeable membranes for reserve osmosis.(Physical Chemistry), – Deutsches Patentamt: DAS 25 52 282 of 18.08.1977, – Personal Interests include Information Brokering, Web Searching, Website Developing, Gardening. – Honors and Awards: Listed in Who’s Who in the World, – 2000 Outstanding Intellectuels of the 21 st Century. – Nominated for: THE CAMBRIDGE CERTIFICATE for Outstanding Educational Achievement, 13 th November 2015, – HONORARY PROFESSOR of EDUCATION, 22 nd January 2016, The International Biographical Centre. – Personal Philosophy: Respect all Living. Be an Example to Your Children, Care for them, Give plenty of Love, but be hard of the Wicked, Train Yourself in Thinking, Work with Devotion, Because it Make You Happy, Fear Death if You have lived as a Villain, but not if otherwise. –
–The psychological descriptions are only some hints to the facts. Please contact to experts, if you need so. I taken’t any reponsibilities. And I also don’t try to raise any cash through my blog.–
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