#Unrecht, das es in #unserer deutschen #Demokratie niemals geben wird!

So soll es sein!

So soll es sein!

Für „unwertes Leben“ erklärt, deportiert, ermordet – 1940 begann das dunkelste Kapitel in der Hamburger Medizingeschichte: der Mord an psychisch kranken und behinderten Menschen. Die Kranken litten an Schizophrenie, Epilepsie, Mongolismus, Fehlbildung des Gehirns, wie zum Beispiel einen Wasserkopf, oder an körperlichen Fehlbildungen. Behinderte Kinder wurden durch Ärzte oder Hebammen einem Reichsausschuss in Berlin gemeldet, wo Gutachter per Aktenlage über das Schicksal der Kinder befunden. Ein Plus auf der Akte bedeutete das Todesurteil. Die Kinder wurden in eine der etwa 30 Kinderfachabteilungen im Deutschen Reich aufgenommen und ermordet.

Fürsorge

Eines der Opfer der Deportation war Irma Sperling, 1930 als siebtes von zehn Kindern geboren. Irma war in ihrer Entwicklung verzögert, lernte spät laufen, stieß sich häufig mit dem Finger ins rechte Ohr. Eine Nachbarin meldete der Fürsorge, dass sich in der Familie ein auffälliges Kind befände. Eine Fürsorgerin bewegte die Familie Sperling dazu, das Kind in die Alsterdorfer Anstalten zu geben. Mit drei Jahren kam Irma dorthin. Ein Psychiatrieprofessor hatte zuvor in einem Gutachten ein verheerendes Urteil gefällt: „völlig idiotisch und bildungsunfähig“. Bis 1943 lebte Irma in den Anstalten. 1943 wurde sie mit 227 anderen Frauen und Mädchen in eine Tötungsanstalt in Wien deportiert, wo sie 1944 starb. Auf der Sterbeurkunde stand: „Todesursache: angeborene zelebrale Kinderlähmung, Grippe, Lungenentzündung“ .  – Von alldem erfuhr Irmas Familie zunächst nichts. Später begab sich ihre Schwester Antje Kosemund auf Spurensuche. Durch Recherchen, gegen viele Widerstände, fand sie schließlich heraus, was mit ihrer kleinen Schwester passiert war. Sie erfuhr auch, dass am Leichnam ihrer Schwester Forschungen vorgenommen worden waren. An mehr als der Hälfte der Opfer der Krankenhausmorde wurde geforscht. Für viele Wissenschaftler und Ärzte im Dritten Reich waren diese hilflosen, kranken Menschen willkommendes „Forschungsmaterial“.

Diese Sichtweise zeigt sich auch in den Menschenversuchen, an denen Hamburger Mediziner beteiligt waren. Ein Hamburger Frauenarzt entwickelte das Kolposkop, das noch heute zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses eingesetzt wird. Die Effektivität des Kolposkops ließ man durch einen Doktoranden an Frauen im Konzentrationslager in Auschwitz testen. Bei auffälligen Befunden wurde den Frauen Teile der Gebärmutter oder das ganze Organ entnommen und zur Untersuchung nach Hamburg geschickt.  – Bei all diesen Versuchen wurden die Frauen gegen ihren Willen als Material benutzt.

Es gab kein Mitgefühl, keine ärztliche Ethik des Helfens und Heilens für diese Patienten. Man ließ Menschen hungern, um die körperlichen Auswirkungen zu untersuchen. Oder man untersuchte die  Wirksamkeit des Impfstoffs gegen Tuberkulose an jüdischen Kindern und verabreichte einem Teil den Impfstoff und infizierte alle mit dem Tuberkelbazillus, auch die ungeimpften Kinder. Anschließend wurden alle „Studienteilnehmer“auf Tuberkulose untersucht. –

Ein grauenhaftes Ende fanden diese Kinder, die als „Kinder vom Bullenhuser Damm“ in die Geschichte eingegangen sind, in der Nacht vom 20. auf den 21. April 1945: Um die Menschenversuche im KZ Neuengamme zu vertuschen, ermordeten SS-Männer 20 jüdische Kinder aus Polen, der Slowakei, Italien, Frankreich und den Niederlanden und mindestens 28 Erwachsene im Keller des Gebäudes  am Bullenhuser Damm 92 bis 94, einer Außenstelle des KZ. 6000 Hamburger Opfer und viele Schuldige: Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen und Fürsorgerinnen.

Im Museum: Im Medizinhistorischen Museum ist die Geschichte von Irma Sperling dokumentiert. Ausgestellt sind auch Instrumente, die für die Zwangssterilisation verwendet wurden. Im November wird die Dauerausstellung „Medizinverbrechen im Nationalsozialismus“ eröffnet.

Zum Gedenken: An die ermordeten Kinder vom Bullenhuser Damm erinnert eine Gedenkstätte im Keller der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm 92-94. Sonntags von 10-17 Uhr geöffnet. Eintritt ist frei.

Zum Gedenken: Der Irma Sperling-Weg in Alsterdorf wurde nach dem Mädchen benannt, das von den Alsterdorfer Anstalten deportiert und in der Kinderfachabteilung in Wien ermordet wurde.

Der Ort des Unrechts

Der Ort des Unrechts

Morde und Menschenversuche in Kliniken(Auszug), Hamburger Medizingeschichte, letzter Teil: Die Rolle der Nazi-Ärzte – und das Schicksal von Irma Sperling, die ihnen zum Opfer fiel, #Hamburger Abendblatt, HAMBURG, Montag, 13. März 2017

Halbmondfinsternis: Erdogans Deuschland

Halbmondfinsternis: Erdogans Deuschland

Leserbrief: Die Nazis haben die Medien gleichgeschaltet, Minderheiten verfolgt, Kritiker eingekerkert, die Opposition kaltgestellt und verfolgt. Wer nicht der Meinung des „Führers“ war, der war sein Feind. Herr Erdogan , ich hätte da mal eine Frage: Wo findet so etwas gerade statt? In Deutschland? Jürgen L. Mönchengladbach

Leserbrief: Wer mit ausgestrecktem Zeigefinger auf unschuldige Nachkriegs-generationen zeigt und sie als Nazis beschimpft, auf den zeigen vier Finger zurück. Wer hier meint, das kräftig bejubeln zu müssen, sollte besser ins gelobte Land zurückgehen. Hans Gerd, G. Remscheid

Zum obigen Thema noch erwähnenswert ( aus „Wenn das ganz normale Arschloch von nebenan“… Bei tuscade als Eintrag zu finden ) Hier: Wie Sonderlinge doch die Welt auf den Kopf stellen und hinters Licht führen wollen!

Bekenntnis:

Er war nie ein Faschist.

Hat vom KZ nichts gehört.

Und an Röhm hat ihn immer das Schwule gestört.

Doch wie das so ist:

Als PG numeriert, aber nicht tätowiert,

ist er hin und wieder im Braunhemd marschiert.

Doch dies hatte nichts mit Gesinnung zu tun.

Wirklich, rein gar nichts! Da war er immun.

Auch der Himmler war ihm als Spieler zuwider,

und er haßte die Baldur-von Schirach-Lieder.

Und den „Stürmer“ hat er nicht einmal gelesen;

da ist er nur Zwangs-Abonent gewesen.

Schließlich will man sich keinen Ärger bereiten

und heult mit den Wölfen in solchen Zeiten.

Auch „Mein Kampf“, der stand nur im Bücherbord

so quasi zur Tarnung. Gelesen? Kein Wort!

Tja, und dann wegen der Juden und all dem Kram

ist er aus zutiefst empfundener Scham

inmitten des Krieges und im Abschwung des Siegs

sehr still nach tief innen emigriert.

Wo sich noch heut seine Spur verliert.

Glaubt mir, Leut, er war kein Faschist.

Er war als Mensch nur ein Opportunist.

–Seit neuestem vermutet man allerdings, dass der obige (Mensch aus dem Gedicht) sich in dem wieder erstarkten Deutschland, dem demokratischen Deutschland, rechtzeitig einen Namen als „Nazijäger“ gemacht haben soll…–

Über tuscade

DEUTSCHE VERSION: Plaudere gern, ehrlich und weitherzig, höre aufmerksam zu, lausche zu Folklore, schwimme zu jeder Jahreszeit, mache weite Spaziergänge, wandere in der Natur, meditiere, gehe auf Phantasiereisen, beschäftige mich mit Literatur, denke klar und logisch, versuche sinnvolle Einträge für Euch zu gestalten, bemühe mich um einfache Wortwahl, lese und beantworte möglichst Eure Kommentare. -Keine Haftung für externe Hyperlinks. -Bei meinen Versuchen aus der Physik bitte geltende Vorsichtsmaßnahmen beachten. -Psychologische Erläuterungen und Tipps dienen Dir als Anregung, sind meine persönliche Betrachtungen, bin Amateur. Bei Bedarf Familienmitglieder oder Experten zu Rate ziehen. Das soll heißen: Ärzte, Heilpraktiker oder Therapeuten. Die Einträge ersetzen keine professionelle Hilfe. Diese ist vor allem bei körperlicher oder seelischer Beeinträchtigung zu empfehlen. Der Gebrauch der Einträge erfolgt auf eigene Verantwortung. Ansprüche gegen mich sind daher ausgeschlossen. Finanzieller Gewinn aus meiner Seite ist nicht beabsichtigt. -Im Kreise unserer Blogfreunde sind auch Seelsorger. Kontaktiere gegebenenfalls auch diese bei Wordpress, die Dir dann weiterhelfen. P.S. Schaut doch mal auch hier einmal rein: www.topsurfen.de/ www.topsurfen.org/ www.topsurfen.net/ +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ INTERNATIONAL VERSION OF PROFILE: Tuscade, born 23 November 1939, Brno, Czech Republic. - Academic Librarian. - Son of Reinhold and Hanna Luise Willamowski. - Married Sibylle Zwirner. - 2 sons, 1 daughter. - Education: Degree in Physics. - Appointments: Captain, German Airforce, 1961-62, - Teacher Hamburg, Germany, 1966-70, - Information Broker, Universität der Bundeswehr/Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg, 1966-2004. - Influence: Interest in Referencing (Library), Prof. Dr. Adolf Knappwost (German) , Randolph E. Hock. Ph.D. (American) - Creative Works, Achievements include: Invention of semipermeable membranes for reserve osmosis.(Physical Chemistry), - Deutsches Patentamt: DAS 25 52 282 of 18.08.1977, - Personal Interests include Information Brokering, Web Searching, Website Developing, Gardening. - Honors and Awards: Listed in Who's Who in the World, - 2000 Outstanding Intellectuels of the 21 st Century. - Nominated for: THE CAMBRIDGE CERTIFICATE for Outstanding Educational Achievement, 13 th November 2015, - HONORARY PROFESSOR of EDUCATION, 22 nd January 2016, The International Biographical Centre. - Personal Philosophy: Respect all Living. Be an Example to Your Children, Care for them, Give plenty of Love, but be hard of the Wicked, Train Yourself in Thinking, Work with Devotion, Because it Make You Happy, Fear Death if You have lived as a Villain, but not if otherwise. - --The psychological descriptions are only some hints to the facts. Please contact to experts, if you need so. I taken't any reponsibilities. And I also don't try to raise any cash through my blog.-- - Address: D-22113 Oststeinbek, Germany, Websites (4 Domains): www.topsurfen.de. /net. /org. /eu.
Dieser Beitrag wurde unter Geschichte, Gesundheit, Ztweeftwit abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.