#Rezensionen. Bettina von Arnim. Eine biografische Betrachtung.

–Bettina von Arnim, geborene Brentano, wurde 1785 in Frankfurt am Main geboren. Sie war das siebte von zwölf Kindern. Ihr Vater verdiente das Geld als Großkaufmann. Ihre Mutter ist die zweite Frau ihres Vaters. Die Mutter wiederum ist die Tochter von Sophie La Roche. Sie gilt als die erste Autorin eines Frauenromans im deutschsprachigen Raum. Bettinas Eltern sterben früh, deshalb lebt Bettina anfangs in einem Kloster. Später wird sie von ihrer Großmutter Sophie erzogen. Diese ist eine angesehene Schriftstellerin des  ausgehenden 18.Jahrhunderts. In ihrem Haus treffen sich häufig Literaten und Intellektuelle jener Zeit. Dort lernt Bettina auch die um fünf Jahre ältere Dichterin Karoline von Günderrode kennen. Zwischen beiden entsteht eine enge Freundschaft. Eine unglückliche Liebe zu einem Mann endet für Günderrode mit dem Tod. Sie erdolcht sich.
–Bettina sucht und pflegt Kontakte zur Elite ihrer Zeit. Das wird durch einen regen Briefwechsel mit den entsprechenden Persönlichkeiten deutlich. Dazu gehören ihr Bruder Clemens Brentano, Johann Wolfgang von Goethe(er soll sich seinerzeit in ihre Mutter verliebt haben), Goethes Mutter, und viele andere. Durch Clemens lernt sie ihren späteren Mann Achim von Armin kennen. Nach ihrer Heirat(Bettina wehrt sich anfangs vehement dagegen) im Jahre 1811 vergrößerte sich die Familie um sieben Kinder. Sie wurden in den Jahren zwischen 1812 und 1827 geboren. (Auch heute noch bringt es manch herausragende Persönlichkeit zu siebenfachen Nachwuchs, wie ihr sicher wisst). Bettina umsorgt ihre Kinder und bringt ihnen Bildung bei. Das alles unter ziemlichen Geldsorgen. Ihr Mann Achim verwaltet das Gut Wiepersdorf, wohin er sich 1814 ganz zurückzieht. Bettina siedelt mit den Kindern nach Berlin. In Berlin erlebt sie die Utopie der Berliner Romantik. Hier pulsiert das Leben. Hier genießt sie Kultur und Weltoffenheit. Man beachtet sie. Ihr kränkelnder Mann stirbt 1831 im Alter von nur 50 Jahren. Von da an wird Bettina noch unabhängiger. Sie arbeitet schriftstellerisch und erstellt zudem gesellschaftskritische Schriften.
–..Im Jahre 1835 wird „Goethes Briefwechsel mit einem Kinde“ von Bettina herausgegeben. Dieses Erstlingswerk wird zu einem Verkaufsschlager. Es ist kein authentisches Werk, sondern ein Roman in Briefform. Das Goethe-Bild wurde durch Bettina verfälscht.
..Im Jahre 1840 folgt ein weiterer Briefroman. Diesmal wählt sich Bettina ihre ehemalige Freundin Karoline zum Thema. „Die Günderrode“ beinhaltet den Briefwechsel, den Bettina mit ihrer Jugendfreundin geführt hat. Briefromane waren zu jener Zeit eine Literaturform, deren sich besonders kluge Frauen verschrieben hatten. Die Betrachtungen waren teils etwas ausgemalt und recht subjektiv gestaltet.
..Im Jahre 1843 schrieb Bettina das sozialkritische Werk „Dies Buch gehört dem König“. Es besteht aus fiktiven(erdichteten) Dialogen zwischen der Mutter Goethes und der Mutter des preußischen Königs. Als Anhang erhält es einen Bericht über die Berliner Armenkolonie. In Bayern und Oesterreich wurde seine Veröffentlichung verboten.
..Im Jahre 1844 bittet Bettina in Zeitungen ihre Mitmenschen um Unterlagen für ihr Armenbuch. – Hier für Euch, liebe Blogger, ein Auszug daraus: „Wer ist des Staates Untertan? Der Arme ists! – Nicht der Reiche auch? –  Nein, denn seine Basis ist der Selbstbesitz und seine Überzeugung, daß er nur sich selbst angehöre“ . Es gibt viel Missstände in jener Zeit. So klagt Bettina auch den Hunger der Weber in Schlesien an. Unversehens muss Bettina aber den Druck des Armenbuches abbrechen, um nicht als Verschwörerin verleumdet zu werden.
..Im Jahre 1852 wird der zweite Band des Königsbuchs herausgegeben. Der Titel ist: „Gespräche mit Dämonen“. Hierin kämpft Bettina für eine Abschaffung der Todesstrafe und fordert eine politische Gleichstellung von Frauen und Juden gegenüber dem Staat.
–In den letzten Jahren ihres Lebens brandmarkt sie die Bevormundung der Bürger durch Polizei und Obrigkeit. Sie klagt die Not und das Elend der Armen an. – Persönlich läßt sie sich von niemand etwas sagen und vorschreiben. Sie lehnt jede Form von Fremdbestimmung ab. Sie spielt den Kobold . Bis zu ihren letzten Tagen(Januar 1859) gilt sie als (liebenswertes) koboldhaftes Wesen. Für eine Frauenbewegung im heutigen Sinne tritt sie nicht ein. Bettina ist für mich eine romantische Frauenpersönlichkeit und Wegbereiterin für die Rechte von Frauen.
–..Die erste Märchensammlung, Kinder- und Hausmärchen, der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm enthielt im Jahre 1812 eine Widmung für Bettina von Arnim: „Der Frau Bettina von Arnim für den kleinen Johannes Freimund“(von Armins ältesten Sohn).

..Jacob Burckhardt schrieb im Jahre 1842 über Bettina:  „Ein 54-jähriges Mütterlein, klein aber von schöner Haltung, mit wahrhaften Zigeunerzügen im Angesicht, aber so wunderbar interessant wie selten ein weiblicher Kopf; schöne, echte kastanienbraune Locken, die braunsten, wundersamsten Augen, die mir je vorgekommen sind“.

..Theodor Fontane schrieb im Jahre 1844. An Bettina. (Bei Lesung ihres Königsbuches).

Dein Geist nimmt, wie auf Lerchenschwingen,
Tief in den Himmel seinen Zug,
Und freudig lausch‘ ich seinem Singen
Und freudig folg‘ ich seinem Flug.
Doch wie ein Lerch‘ auf ihren Zügen
im Äther mir verschwimmt,
So auch dein Geist auf seinen Flügen,
Wenn er zu hoch ins Blaue klimmt.

Bettina(1785-1859)

Über tuscade

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INTERNATIONAL VERSION OF PROFILE:
Tuscade, born 23 November 1939, Brno, Czech Republic. – Academic Librarian. – Son of Reinhold and Hanna Luise Willamowski. – Married Sibylle Zwirner. – 2 sons, 1 daughter. – Education: Degree in Physics. – Appointments: Captain, German Airforce, 1961-62, – Teacher Hamburg, Germany, 1966-70, – Information Broker, Universität der Bundeswehr/Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg, 1966-2004. – Influence: Interest in Referencing (Library), Prof. Dr. Adolf Knappwost (German) , Randolph E. Hock. Ph.D. (American) – Creative Works, Achievements include: Invention of semipermeable membranes for reserve osmosis.(Physical Chemistry), – Deutsches Patentamt: DAS 25 52 282 of 18.08.1977, – Personal Interests include Information Brokering, Web Searching, Website Developing, Gardening. – Honors and Awards: Listed in Who’s Who in the World, – 2000 Outstanding Intellectuels of the 21 st Century. – Nominated for: THE CAMBRIDGE CERTIFICATE for Outstanding Educational Achievement, 13 th November 2015, – HONORARY PROFESSOR of EDUCATION, 22 nd January 2016, The International Biographical Centre. – Personal Philosophy: Respect all Living. Be an Example to Your Children, Care for them, Give plenty of Love, but be hard of the Wicked, Train Yourself in Thinking, Work with Devotion, Because it Make You Happy, Fear Death if You have lived as a Villain, but not if otherwise. –
–The psychological descriptions are only some hints to the facts. Please contact to experts, if you need so. I taken’t any reponsibilities. And I also don’t try to raise any cash through my blog.–
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