#Biografien. #SigmundFreud. Vater der #Psychoanalyse. Eine biografische Betrachtung.

Sigmund Freud (1856-1939)

Sigmund Freud (1856-1939)

Sigmund Freud wurde im Jahre 1856 in Freiberg geboren. Seine Mutter bringt einen Bruder zur Welt. Dieser lebt nur wenige Monate. Gegen Ende des Jahres 1857 stirbt er. Freud ist von diesem frühzeitigen Tod stark beeinflusst und für die Zukunft geprägt.
Nach einem zwischenzeitlichen Aufenthalt in Leipzig zieht die Familie (Freud war damals noch ein Kind) nach Wien. Dort kommen seine drei Schwestern zur Welt. Sie werden von den Nazis verfolgt und sterben alle drei später im Jahre 1942 in Konzentrationslagern.
Mit 25 Jahren promoviert Freud zum „Doktor der gesamten Heilkunde“. Im Jahre 1884 macht er Selbstversuche mit Kokain. Er untersucht den Einfluß der Droge auf Müdigkeit und Reaktion des Menschen. Im Jahre 1886 richtet sich Freud eine Praxis in der Rathausstraße in Wien ein. Er wird Facharzt für Nervenleiden. So untersucht Freud 1891 eine gewisse Patientin Ilona Weiß. Freud experimentiert über physikalische Einwirkungen auf Nerven- und Gemütskrankheiten des Menschen. Das Ergebnis seiner theoretischen Erkenntnisse ist bemerkenswert: Freud entdeckt die Psychoanalyse.
Mit 39 Jahren analysiert Freud zum ersten Mal einen eigenen Traum: „Irmas Injektion“. 1895 ist demnach das Jahr der ersten Traumdeutung. Seine schriftliche Abhandlung darüber erscheint aber erst 1899 in einer Auflage von nur 600 Exemplaren. Natürlich gibt es auch eine Rezension der Traumdeutung, die von Freud als „blöd“ bezeichnet wird.
Seit 1907 hat Freud einen regen Gedankenaustausch mit dem Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung, einem Kollegen. Dieser Kontakt endet abrupt im Jahre 1913. Im Jahre 1916 gelingt Freud die erste Veröffentlichung mit dem Titel „Einführung in die Psychoanalyse“. Besondere Freude bereitet ihm ein Geschenk von Stefan Zweig, ein Buch. Es trägt die Widmung: „Herrn Professor Sigmund Freud, dem großen Wegweiser ins Unbewusste“.
Mit 68 Jahren erhält Freud den Ehrentitel: „Bürger der Stadt Wien“. 1932 beginnt die Massenemigration von Psychoanalytikern aus dem faschistischen Deutschland. Ein Jahr später erfolgt die Bücherverbrennung in Berlin. Freuds Bücher werden mit folgenden Worten ins Feuer geworfen: „Gegen die seelenzerstörende Überschätzung des Sexuallebens – und für den Adel der menschlichen Seele – übergebe ich den Flammen die Schriften eines gewissen Sigmund Freud!“.
Mit 79 Jahren wird Freud zum Ehrenmitglied der „Royal Society of Medicine“ gewählt und geht 1938 nach England. Er stirbt September 1939 nach Koma infolge einer Morphiuminjektion. Ernest Jones hält die Grabrede und Stefan Zweig die Trauerrede für Sigmund Freud. Sigmund Freud wurde 83 Jahre alt.
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Erst Ende der neunziger Jahre hatte Freud sein favorisiertes Forschungsthema gefunden: „Die Psychologie des Unbewussten“. Er experimentierte auf dem Gebiet der Hypnose. Er bemühte sich die Gedanken und Vorstellungen seiner Patienten vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein seiner Patienten zu befördern. Man muss den Kranken hypnotisieren, erst dann kann man seine Erinnerung wachrufen. Im Jahre 1891 wird Freud von einem Kollegen gebeten, Frau Elisabeth von R. (Ilona Weiß) zu untersuchen. Ihr Protest, sich hypnotisieren zu lassen, führt Freud auf diesem Wege zur Entdeckung der Psychoanalyse.
(Das habe ich bereits oben erwähnt. – Ilona Weiß sei dafür Dank!).
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S. Freud: Neurologe und Psychiater

S. Freud: Neurologe und Psychiater

Zu den Leistungen Freuds auf praktischem Gebiet gehört, Patienten aus ihrer Depression befreit zu haben: Er bat sie bei der Sitzung sich erstmal zu beruhigen und sich zu entspannen. Dann sollten sie gelassen und offen über ihre Konflikte und andere zurückliegende Ereignisse reden. Manchmal traten dabei schlimme Erlebnisse aus der Kindheit zu Tage… Die Art der Fürsorge für den Patienten war originell, sie galt als eine neue Methode in der Psychologie. Sie erhielt den Namen „Freisprechen“. Unter diesem Namen ging sie auch in die wissenschaftliche Literatur ein. Das „Freisprechen“ ist zu einem wertvollen Teil der Psychoanalyse geworden. Freud gelang es, allein durch freies Sprechen viele Patienten von ihren Minderwertigkeitsgefühlen, Ängsten und Depressionen zu befreien. Er konnte verborgene menschliche Störungen ans Licht bringen und abmildern. Er hat die Ursachen seelischer Leiden erforscht und geheilt. Von ihm wurden auch unbegreifliche Reaktionen gesunder und gemütskranker Menschen analysiert und behandelt. Heute umfasst die Hilfe für einen Nervenkranken viele auf Freud zurückgehende Ideen.

Über tuscade

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4 Kommentare zu #Biografien. #SigmundFreud. Vater der #Psychoanalyse. Eine biografische Betrachtung.

  1. Das mit dem mehr miteinander als gegeneinander, gestaltet sich schwierig. Jeder wächst anders auf mit anderen Erfahrungen und individuellen Erlebnissen. Daraus bilden sich auch unterschiedliche Charaktere, Teamplayer, Einzelkämpfer, sozial aktive und inaktive und und und. Daher zu erwarten das deine Umwelt immer auf dich Rücksicht nimmt ist zu viel des Gutenü. Wäre natürlich wünschenswert, aber unrealistisch. Wir können viele Erlebnisse erfahren in denen wir uns ungerecht oder falsch behandlet fühlen. Je nach schwere und der eigenen interpretation auf die Geschehnisse, können wir mit dem erfahrenen umgehen oder nicht. Und gerade dann ist es doch wichtig das ich dann die möglichkeit habe auf jemand neutrales (den Therapeuten) zurückgreifen kann. Über einige Erlebnisse kann man nicht mit nahestehenden Personen reden, oder man glaub man kann es nicht.

    Zu Freuds Psychoanalyse fällt mir doch gleich Erik Erikkson ein. Dieser hat das Phasenlehre Freuds, die ja nur bis zum Erwachsenenalter reicht bis zum hohen Lebensalter ergänzt.
    Finde ich persönlich sehr gut und meiner Meinung nach sollte sowas in Schulen unterrichtet werden, da man sich beim befassen mit der Phasenlehre sehr gut selbst reflektieren kann. Ich glaube das wäre auch hilfreich für die Persönlichkeitsbildung in jungen Jahren, wenn ich weiß warum ich so bin und mir dessen bewusster werde.

    Mit den allerbesten Wünschen

    • tuscade sagt:

      Gedanken zu Deinem 1.Absatz:
      Wir wurden vor allem in den ersten zehn Jahren von unseren Genen(Erbgut) und unserer Umwelt geprägt. Wegen unserer Schutzbedürftigkeit müssen wir die Regeln der Gesellschaft einhalten. Gelingt uns das, so fallen wir nicht weiter auf, es geht uns „gut“. Habe ich eine Krise, so gehe ich zum Therapeuthen. Im Bereich der Psychologie gibt es aber nun so viele Fachrichtungen, dass es unwahrscheinlich sein wird, gleich die „richtige“ Therapie zu bekommen. – Am besten helfe ich mir selbst.-
      Gedanken zu Deinem 2.Absatz:
      Sigmund Freud hat sein Leben einer Sache gewidmet, die man nicht messen und wiegen kann, – der Psyche(Seele). Deshalb gibt es immer noch Stimmen, die die Erkenntnisse der Psychoanlyse in Frage stellen. So fehlt sie folgerichtig auch zum Teil in den Lehrplänen der Schulen. S.F. ist ja auch bei der Verleihung der Nobelpreise für Medizin übergangen worden.
      Liebe Grüße, Michael.

  2. Anonymous sagt:

    Ich stehe diesem Thema sehr skeptisch gegenüber.
    Für mich sind Psychologen nichts weiter als Menschen, die sich für´s Zuhören teuer bezahlen lassen.
    Ein mehr Miteinander und weniger Gegeneinander… das wäre des Rätsels Lösung. Dann gäbe es auch weniger weinende Seelen!
    Aber wer ist dazu bereit???
    LG

    • tuscade sagt:

      Hier kommt der Versuch einer Antwort wegen Deiner „Skepsis“. Sigmund Freud diskutierte das sogenannte Freisprechen mit seinen Kollegen. Es gab Gegner und Befürworter dieser neuen Methode. Auch wurden Regeln aufgestellt, wie ein Arzt sich gegenüber seinem Patienten zu verhalten hat. Was günstig für die Behandlung war und was gefährlich werden konnte.
      Weil Freud in der „reinen Wissenschaft“ nicht genügend Geld verdienen konnte, hat er sich in Wien eine Praxis fürs Heilverfahren eingerichtet. Vielleicht wollte er auch Mitglieder seiner Familie unterstützen. Für die Familie hatte er viel Verständnis. Wenn ein Patient dem Psychotherapeuten zuhört und umgekehrt, kann dem Patienten besser geholfen werden. Dann trägt dieses Sprechen zur Heilung bei. Es entstehen Kosten. Diese sind sinnvoll. Das Geld ist gut angelegt.
      Im anderen Fall war alles vergebens. Die Therapie schlug fehl. Eine andere Therapie sollte gesucht werden und eventuell auch ein anderer Therapeut.
      „Nichts kann zur Hilfe für irgend jemand getan werden, wenn er nicht selbst bereit ist, das Äußerst zu tun, um sich selber zu helfen!“
      Dies ist meine Meinung zum Thema.
      M.f.G. tuscade.

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