#MarianneWellershoff: Mein #Vater #DieterWellershoff

Schriftsteller Dieter Wellershoff

Dieter Wellershoff

„Menschen, die nicht wie die anderen sind – meine Schwester, mein Bruder und ich sind unsere ganze Kindheit lang umgeben gewesen von ihnen, von den realen und den fiktiven. Manche der fiktiven Gestalten waren eine Variation jener Menschen, die bei uns mittags am Esstisch gesessen hatten, die von sich erzählt hatten und deren Leben er dann in seinen Romanen umschrieb oder weiter schrieb.

Wochenlang klingelte nachts das Telefon im Flur vor meinem Zimmer. Es war immer dieselbe Frau dran, die meinen Vater sprechen wollte. Ich legte wieder auf, denn er hatte längst den Kontakt zu ihr abgebrochen. „Die Sirene“ wurde aus dieser Episode, eine Novelle über Stalking, als noch keiner das Wort Stalking kannte. – Wie auch der Roman „Der Sieger nimmt alles“ seiner Zeit voraus war: ein realistischer, psychologischer Wirtschaftskrimi, den er, inspiriert von den gescheiterten Geschäften seines Bruders schrieb, als andere noch für Wortgeklingel oder Romane mit politischer Botschaft schwärmten.

Wenn er am Wochenende beim späten Frühstück nicht auftauchte, dann hatte er wieder bis tief in die Nacht gearbeitet. Wenn lauter geknüllte Papierbälle in seinem Papierkorb und auf dem Fußboden herumlagen, dann war er mit seiner Arbeit nicht zufrieden gewesen. Es war ihm wichtig, dass wir, seine Familie, mit ihm über die Plots, die Hauptfiguren der Bücher sprachen, an denen er gerade schrieb. Ich durfte jederzeit zu meinem Vater ins Arbeitszimmer kommen. Manchmal hat er dann Tierbilder für mich in die leinenbezogenen Bildbände gezeichnet, die er aus dem Verlag mitgebracht hatte.

Meine Eltern hatten viele Freunde und Bekannte, die zum Abendessen eingeladen wurden oder mit denen sie große Partys feierten. Zu einer Gartenparty erschien einmal jemand aus dem RAF-Umfeld. Er brachte als Gastgeschenk einen Telefonhörer mit, den er aus einer öffentlichen Telefonzelle geklaut hatte. Mein Vater hat ihn vor allen Gästen zusammengestaucht: Er habe für einen eitlen Gag in Kauf genommen, dass Menschen ohne Privattelefon nicht anrufen konnten.

Mein Vater hat auch über das Altern und Sterben gesprochen, zuletzt in dem 2014 erschienenen Hörbuch „Ans Ende kommen“. Mein Vater hätte auch gern noch weiter geschrieben, über einen Mann etwa, der seit Jahren in zwei Wohnmobilen in der Kölner Altstadt lebte. Er konnte sich eine Wohnung nicht mehr leisten. Früher war er der schöne Freund einer Schauspielerin gewesen. Und als sie starb war er nichts mehr. Mein Vater hatte auch die Idee, über Menschen zu schreiben, deren Irrsinn die Parodie bürgerlicher Tugenden war. Pünktlichkeit des Mannes, der am sogenannten Eierplätzchen in der Südstadt, sich aufgeregt hin und her wiegend, zur angegebenen Zeit die Leerung neben dem gelben Briefkasten auf das Postauto wartete“.

Tochter von Dieter Wellershoff

Marianne Wellershoff

#MarianneWellershoff, Menschen, die nicht wie andere sind (gekürzt), Schriftsteller, Erinnerungen an meinen Vater #DieterWellershoff (1925 bis 2018). Von Marianne Wellershoff , #DERSPIEGEL, Kultur, Nr. 26/23.6.2018

 

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#Schulwissen nicht nur #lernen, sondern auch #verstehen. Unser Schulwissen heute

Die wiederkehrenden Diskussionen über  Schulsysteme und Schularten sind nachvollziehbar – aber nicht entscheidend für die Lösung der großen Probleme. Die Schulen haben immer mehr Aufgaben bekommen. Sie lehren heutzutage nicht nur Lesen, Rechnen, Schreiben, sondern bewältigen auch Herausforderungen wie Digitalisierung und Inklusion. Ob Schulen zu sozialer und kultureller Teilhabe führen, zu einem friedlichen und humanen Miteinander, zu einem respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang – das wird zu wenig beachtet.

Regionale Besonderheiten und kulturelle Eigenheiten treten in den Hintergrund. Bildung wird nicht selten auf Globales reduziert, sodass eine Rückbesinnung auf Regionales, auf eine Verankerung in der unmittelbaren Lebensumgebung, notwendig erscheint. Globale Rückwirkung auf die Region, vom Klimawandel über Migration bis zu demografischen Veränderungen, müssen angesprochen und verstanden werden, um verantwortungsbewusst handeln zu können.

Die nachwachsende Generation braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch Denkweisen; nicht nur Tiefe in einem Fach, sondern auch Verknüpfung der Fächer; nicht nur Expertentum, sondern auch Kreativität; nicht nur egozentrisches Leistungsstreben, sondern auch eine respektvolle und ethische Haltung gegenüber der Mit- und Umwelt.

Darum fordern wir: mehr Mut zur Lücke,  – das Bestreben, ein Fach in der Schule umfassend behandeln zu wollen, führt zwangsläufig zu trägem Wissen; — wir fordern: praktische, kreative und ethische Fragen für den Unterricht wiederzuentdecken – der Mensch ist mehr als das, was ein Intelligenztest misst.

Julian Nida-Rümelin, Manfred Prenzel, Klaus Zierer, Entrümpelt die Lehrpläne! (Auszug), Gastbeitrag, Schüler können nicht unendlich viel lernen – drei renommierte Wissenschaftler fordern mehr Mut zur Lücke, #DERSPIEGEL Nr.27/30.6.2018

Leserbrief: Die Autoren verkennen leider die wirklichen Probleme der heutigen Schule: die Unfähigkeit der Schüler zur Konzentration, mangelnde Basiskenntnisse in altertümlichen Kulturtechniken wie Schreiben, Rechnen und Lesen und das  Zerriebenwerden  der Lehrerschaft zwischen Forderungen dreister Eltern und Vorgaben ängstlicher Schulverwaltungen. – Darum fordere ich: Macht Eltern in deutlichen Worten klar, dass sie die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder haben. Vermittelt ihnen die Einsicht, dass die Schule häusliche Defizite an Zuwendung, an geistigem und moralischem Vorbild kaum ausgleichen kann. – Prof. Dr. H.V., Aachen.

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#Geisterteilchen im #Zoo der #Elementarteilchen – #Theorien jenseits der #Realität?

Vom Genfer Ringbeschleuniger hatten sich viele Physiker vergebens Belege für dunkle Materie oder Supersymmetrie erhofft. Man setzt deshalb auf den nächstgrößeren Riesenbeschleuniger. Die Supertheorie ist schön und elegant. Die Supertheorie sei, so glauben viele Teilchenphysiker zu schön, um nicht wahr zu sein. Aber warum sollte die Natur sich darum scheren, was wir Menschen gerade für schön halten?

Teilchenbescleuniger

Teilchenbeschleuniger in Genf

Das gesamte Standardmodell ist ein hässliches Flickwerk! Schon wegen der 25 bekannten Elementarteilchen. Warum gerade die, und warum 25? Es kommt zu schwindelerregenden Geisterbildern wie beispielsweise dem Weltmodell des Multiversums. Dem zufolge sind nach dem Urknall unendlich viele verschiedene Universen entstanden, und das unsere ist  nur eines davon. Die These zu beweisen ist prinzipiell nicht möglich. Solche Spekulationen haben in der Wissenschaft nichts zu suchen. Die meisten theoretischen Physiker studieren inzwischen Dinge, die noch niemand je gesehen oder gemessen hat. Sehr gern postulieren sie auch neue Teilchen, um ihre gedachten Weltmodelle aufzuhübschen. Es gibt zehntausende Aufsätze, die diese Konstrukte genau beschreiben. Und die einflussreichsten darunter wurden wieder tausendfach zitiert. Aber keiner dieser Teilchen wurde je gesehen.

Nicht wenige Physiker sind jetzt verwirrt, sie wissen nicht mehr, was sie tun sollen. So lange haben sie geglaubt, was wahr ist, müsse auch schön sein. Aber dieser Glaube hat die Wissenschaft auch früher schon in die Irre geführt. Im 16. Jahrhundert galt Kopernikus‘ Lehre, die Erde kreise um die Sonne, als abstoßend. Es passte nicht zu den Beobachtungen der damaligen Astronomen. Falls Kopernikus recht hatte mussten die Sterne am Firmament erschreckend weit entfernt sein. So ist es ja auch, wie wir heute wissen. Aber damals galt das als krasse Abweichung von den natürlichen Proportionen.

Auch unter heutigen Physikern wirkt eine ähnliche Sehnsucht nach kosmischer Harmonie. Sie wünschen sich einen Kosmos, der von schönen und natürlichen Gesetzen bestimmt ist. Den radikalsten Drang zur Harmonie zeigt vermutlich die String-Theorie. Ihr zufolge besteht alles, was existiert, aus schwingenden Fädchen. Das ist zunächst mal eine wirklich faszinierende Theorie, sie hat das Zeug zur Weltformel, und sie ist mathematisch schön ergiebig. Man kann endlos damit herumrechnen und Aufsätze publizieren. Aber die Theorie funktioniert nur, wenn es etliche Extradimensionen außer der uns bekannten gibt. Leider fand sich auch davon bisher keine Spur. String-Theoretiker sind billig, sie brauchen nicht viel für ihre Kalkulationen. Jede Fakultät, die auf sich hält, kann sich ein paar von ihnen leisten. Außerdem gelten sie unter Kollegen als unterhaltsam – schon weil sie so unermüdlich mit immer neuen Ausflüchten kommen, wenn ihre Extradimensionen wieder nicht aufgetaucht sind. Die Physik hat sich weit von der Realität entfernt. Es wirkt da unter anderem ein fataler Anreiz zum Schwarmdenken. Als Maß des Erfolgs gilt leider, wie oft eine Arbeit von Kollegen zitiert wird. Am besten publiziere ich also über Dinge, mit denen viele andere ebenfalls beschäftigt sind. Dann werden sie sich demnächst wiederum auf mich beziehen und mich zitieren.

Beim Publizieren muss es schnell gehen, besonders bei verdächtigen Befunden. Nur wer es unter die ersten schafft, wird dann zum Lohn von  Kollegen reichlich zitiert, welche die spezielle Problematik in ihren  Arbeiten aufgreifen. Dieses Phänomen hat sogar schon einen Namen, wir sprechen von „ambulance chasing“ – die Kollegen jagen dem Rettungswagen hinterher wie Anwälte, die hoffen, dass es am Unfallort jemanden zu verklagen gibt.

Das macht der Physikerin Sabine Hossenfelder große Sorgen, darum hat sie ihr Buch* geschrieben. – Den interessierten Laien ist schon klar, dass in ihrem Fachgebiet irgendwas komisch ist. Ständig werden da wilde Dinge vorhergesagt, die sich dann doch nicht bestätigen. Wenn es in der Grundlagenphysik zugeht wie in der Ernährungswissenschaft, wo der Kaffee heute gut und morgen schlecht für die Gesundheit ist, dann haben wir ein Problem. Die Teilchenphysik ist unterwegs irgendwo falsch abgebogen. Nehmen wir beispielsweise die dunkle Materie, von der wir immer noch keine Spur haben. Vielleicht gibt es sie ja wirklich nicht. Eine alternative Lösung wäre durchaus denkbar. Dafür müssten wir die Schwerkraft anders verstehen. Daran arbeitet Frau Hossenfelder gerade. Aber am meisten wäre gewonnen. wenn wir uns nicht länger verausgaben würden mit der Lösung von Problemen, die gar keine sind – nur weil uns die Naturgesetze nicht schön genug sind.

Frau Sabine Hosenfelder

Physikerin Sabine Hossenfelder

 

*#SabineHossenfelder: „Lost in Math. How Beauty Leads Physics Astray“. Basic Books; 304 Seiten.  – Das Gespräch führte Redakteur Manfred Dworschak. –                                          — Frau Hossenfelder, 41 forscht am Frankfurt Institut for Advanced Studies. In ihrem neuen Buch wirft sie der Theoretischen Physik vor, sich heillos verrannt zu haben in Spekulationen über Multiversen, Symmetrien und Geisterteilchen.                                               *Im September erscheint ihr Buch in deutscher Übersetzung mit dem Titel „Das hässliche Universum“. —

Warum gerade die, und warum 25?, #SPIEGEL-Gespräch (Auszug), Die Physikerin Sabine Hossenfelder über die irregeleitete Suche nach der #Weltformel, Einsteins Abscheu vor dem Urknall und Fachkollegen, die einfach neue #Elementarteilchen erfinden, #DERSPIEGEL, Wissenschaft, Nr. 24/9.6.218

 

 

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#Abzocke in #Oststeinbek!

Oststeinbek Kreis Stormarn

Rathaus in Oststeinbek

Groß im Abkassieren, klein im Service. So agieren einige Telefonanbieter. Das zeigt das Beispiel des Oststeinbekers Norayr Adamyan, dem zu Unrecht Geld vom Konto abgebucht wurde. Monate läuft er dem Unternehmen hinterher, begründete Widerrufe werden abgelehnt, ohne detailliert auf den Fall einzugehen. Er fühlt sich nicht ernstgenommen. So ergeht es nicht wenigen Kunden. Nachzulesen ist das alles in Foren im Internet.

Was ist das für ein Geschäftsgebaren? Alles nur Zufall oder steckt etwa Methode dahinter? Nach dem Motto: Wir schmettern erst einmal Beschwerden ab in der Hoffnung, dass der Kunde genervt aufgibt und auf Rückzahlung verzichtet. Das wäre Abzocke. Natürlich verhalten sich Anbieter so geschickt, dass man ihnen genau das nur schwer nachweisen kann.

Dennoch, die Angelegenheit des Oststeinbekers stinkt zum Himmel. Der Mann hat keinen Vertrag über ein TV-Produkt abgeschlossen und sofort reklamiert, als die Firma dafür Geld von ihm eingezogen hat. Er war in einem Geschäft der Marke, hat telefoniert, Schriftstücke verfasst – also viel Aufwand betrieben, um zu seinem Recht zu kommen. Die Antworten des Anbieters treiben einem die Zornesröte ins Gesicht. Sie lassen darauf schließen, dass nicht der Kunde, sondern Umsatz und Gewinnmaximierung im Vordergrund stehen. Es hätte zum Anstand gehört, die Sache nicht erst nach #Abendblatt-Anfrage zu klären. Hoffentlich lernt das Unternehmen daraus.

Oststeinbek Kreis Stormarn

Kirche in Oststeinbek

Rene Soukup, Bitte mehr #Anstand #Telefonanbieter (ungekürzt), #HamburgerAbendblatt, KOMMENTAR, Montag, 28. Mai  2018

Das rät die Verbraucherzentrale:

…Wenn das Unternehmen nicht reagiert, bleibt nur der Gang zu einem Anwalt oder zur Vebraucherzentrale. – Vom Widerruf und dem Aussitzen wird abgeraten. „Unternehmen haben automatische Abläufe. So kann es zu einem Gerichtsverfahren kommen und zu Mehrkosten, die im unglücklichen Fall der Kunde zu tragen hat – (ebenfalls im Abendblatt nachzulesen, 31. Mai 2018)…

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#Angst ist umsonst – #Brot kostet Geld – „#GermanAngst“

Angstforschung

„German Angst“

Die „German Angst“ ist weltweit bekannt. Im gesamten angelsächsischen Raum wird dieser Begriff verwendet. So häufig, dass erste Initiativen zum Erhalt der englischen Sprache schon fordern, das Wort „Fear“ auf die Liste der vom Aussterben bedrohten „words“ zu setzen „German Angst“ ist ein Exportschlager. Insofern hat der FDP-Chef Christian Lindner mit seiner jüngsten Äußerung Wirtschaftsförderung betrieben – und das gehört ja wohl zum Markenkern seiner Partei.

Lindner steht nun in einer Reihe mit dem Angstforscher und Schriftsteller Peter Handke. Dessen 1970 veröffentlichtes Werk „Die Angst des Tormanns vor dem Elfmeter“ ist kulturelles Allgemeingut geworden.

Christian Lindners „Angst des Bäckereischlangenstehers“ dürfte ein ähnlicher Erfolg beschieden sein. Nur bei der Ausformung dieser Angst muss der FDP-Chef noch ein bisschen nacharbeiten. Möglicherweise steht er auch nicht häufig genug in einer Bäckereischlange, um beurteilen zu können, was da abgeht. Nein, lieber Herr Lindner, in einer Bäckerei stellen wir uns absolut nicht die Frage, welchen Aufenthaltsstatus die mit uns Wartenden haben. Unsere musternden Seitenblicke haben einen ganz anderen Grund. Es geht einzig und allein um das letzte Lieblingsbrot, das dort im Regal liegt – und um die Sorge, einer der vor uns in der Schlange stehenden Kunden könnte es auf genau dieses Brot abgesehen haben.

EINE GLOSSE VON MATTHIAS POPIEN ( ungekürzt ), Lindners Angst-Attacke, #HamburgerAbendblatt, Mittwoch,  16. Mai 2018

Köstliches Brot

Ährenbrot und Baguette

 

 

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Kein gutes Ende. #Jäger und #Beute, #Sperber und #Star

Sperber und Star

Ungleicher Kampf

Das Ende eines Stars scheint gekommen, ein Sperber hat den Unglücksvogel überwältigt, in den nächsten Sekunden, so scheint es, werden seine Krallen ihm den Garaus machen. Sperber erbeuten nur selten Mäuse, sie bevorzugen Vögel, die sie in rasantem und ungeheuer wendigen Flug bis in Hecken und Baumkronen jagen. Dieser Star auf einem Gehweg in einem Ort nahe dem englischen Gloucester bekam noch eine zweite Chance, als ein Passant seinen Peiniger aufstörte. Doch der Kampf ging im Gesträuch weiter, unsichtbar. Irgendwann war Ruhe.

Das Ende eines #Stars ( ungekürzt ), #DERSPIEGEL, Wissenschaft+Technik Nr.18 /28.4.2018

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#Füreinander oder #Gegeneinander? #Kampf im #Klassenzimmer

Unruhe im Klassenzimmer

Schule 2018

Von Beleidigungen über Cybermobbing bis hin zu körperlichen Attacken: Lehrer an allen Schulformen sind in Deutschland regelmäßig psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt. In den vergangenen fünf Jahren kam es nahezu an jeder zweiten Schule zu Beschimpfungen, Bedrohungen oder Belästigungen von Lehrkräften. An rund einem Viertel der Schulen wurden Pädagogen körperlich angegriffen. An jeder fünften Schule gab es Fälle, in denen Lehrer und Lehrerinnen online bedrängt, diffamiert oder genötigt wurden.

Vor allem die Direktoren an Grundschulen berichten von körperlichen Übergriffen. Während physische Gewalt nur an 4 Prozent der Gymnasien und 12 Prozent an der Haupt-, Real- und Gesamtschule eine Rolle spielt, liegt der Anteil der Grundschulen bei 23 Prozent. An weiterführenden Schulen, außer Gymnasien, sind Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen besonders häufig. An 59 Prozent dieser Schulen kam es in den letzten fünf Jahren zu verbaler Gewalt.

Fatal ist, wenn die Lehrkräfte nach einem Angriff nicht unterstützt werden. Das ist nach Angaben der befragten Rektoren bei rund jedem zehnten Betroffenen der Fall. In sieben Prozent der Fälle ist es nur zum Teil gelungen, betroffene Kollegen zu unterstützen, in zwei von hundert Fällen gar nicht. Als hinderlich bewerten die Schulleiter dabei – neben uneinsichtigen Schülern und Eltern – vor allem desinteressierte Schulministerien und bürokratische Meldeverfahren.

Zuversichtlich ist, dass das Thema aus der Tabuzone kommt. Viel zu lang hat die Angst vor einem Reputationsverlust der Schule zu einer „Kultur des Schweigens“ geführt. Auch jetzt noch ist das Thema für einige Pädagogen mit einem Tabu behaftet: Rund vier von zehn Befragten finden, dass man über Angriffe gegen Lehrer nicht offen sprechen kann.

Theresa Martus, #Gewalt im #Klassenzimmer (Auszug), #AngriffeaufLehrer sind Alltag – #Beschimpfungen an jeder zweiten #Schule, #HamburgerAbendblatt, Aus Aller Welt, Donnerstag, 3. Mai 2018

 

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#Hamborgs #Wedder in’t #Obendblatt

Dat Wedder

Dat Wedder in’t Obendblatt

WEDDER/ Ohn Sorg!

Ok dat Wekenenn fangt hüüt wedder mit düchtig Sünn an. 18 Grood. Eerst an’n Sünndag wiest sik en poor Wulken. Dat Wedder lang un breet op – Siet 41

Das Wetter

Das Wetter in Hamburg

WETTER/ Keine Sorge!

Auch das Wochenende startet heute mit viel Sonne. 18 Grad. Erst am Sonntag tauchen einige Wolken auf.  – Seite 41

Das #Wetter in #Hamburg, #HamburgerAbendblatt, Sonnabend/Sonntag, 21./22. April 2018

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Bei Boris Becker auf dem #Sofa

Ein Buch lesen

Ein Buch

Neben meinem Bett gibt es zwei Bücherstapel – wachsend. Ich muss viel weglesen, damit die Stapel nicht umkippen. Und immer kommen neue Bücher hinzu. Auf meinem Weg zum Lebensmittelmarkt ist eine Buchhandlung. Auf dem Rückweg sichte ich dort regelmäßig Bücher. Zu Hause liegt dann auf dem Küchentisch zwischen Gemüse, Milch und Brot ein neues Buch.

#BenjaminvonStuckrad-Barre erzählt in „Ich glaube, mir geht’s nicht so gut, ich muss mich mal hinlegen. Remix 3“ von einem Besuch bei Boris Becker in Wimbledon. Er sitzt mit Herrn Becker auf dem Becker-Familiensofa und schaut das Wimbledon-Finale von 1985 auf Video. Beckers Frau Lilly und der Sohn Elias sehen das Spiel zum ersten Mal, und schnell wird klar: Sie wissen nichts von diesem mythischen Match, von der Weltbedeutung.

Matthias Günther (54) ist seit 2015 Dramaturg am Thalia Theater

Matthias Günther

Ich erinnere mich sofort daran, wo ich damals war, mit wem ich geschaut habe. So lese ich einerseits Stuckrad-Barres großartigen Text und erinnere mich gleichzeitig an den 7. Juli 1985. Beim Lesen der präzisen Beschreibungen und Überlegungen von anderen tauche ich ab und begegne mir selbst. #Lesen ist eine Glücksmöglichkeit. Auf dem Bücherstapel neben meinem Bett liegt jetzt oben Stuckrad-Barres neues Buch, daneben #Ulrich Woelks  „Nacht ohne Engel“, die Begegnung eines Taxifahrers mit seiner früheren Freundin nach 25 Jahren. Ein Erinnerungsraum öffnet sich und der ist entweder das Paradies (Kierkegaard) oder die Hölle (Stuckrad-Barre). Bei Woelk gibt es auf Seite 91 den schönen Satz. „Vielleicht ist es kein Gott und es sind keine Toten, die uns in der Gegenwart beim Lesen zusehen, sondern wir sind es selbst, unser eigenes zukünftiges Ich, das uns zurückblickend im Hier und Jetzt beobachtet und uns etwas sagen, etwas Dringendes zurufen will.“ Jetzt muss ich schließen. Das Buch will weitergelesen werden.

Armin Smailovik, #MatthiasGünther, Bei Boris Becker auf dem Sofa, #HamburgerAbendblatt, Sonnabend/Sonntag, 14./15. April 2018, KULTUR

Schreiben

Arbeitsdisziplin

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#Polizei setzt auf #Kooperation mit #Hamburg

Polizei

Kooperation: Hamburg und Stormarn

Länderübergreifende #Zusammenarbeit wird ausgeweitet: Nach #Einbrechern sollen nun auch #Autodiebe #gemeinsam #gejagt werden

Polizei

HH, SH: Sicherheit

#HamburgerAbendblatt, Freitag, 13. April 2018, #STORMARN

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