Wir sind dabei: #Vogelzählen für alle. „Stunde der #Wintervögel“

Die norddeutsche Folklore hält in diesen Wintertagen etliche Outdoor-Aktivitäten bereit. Wander- und trinkfreudige Menschen fahren auf Bollerwagen und Bossel Touren ab, die nach kräftezehrenden Leibesübungen in der Kälte ihr Völlerei-Finale bei Grünkohl, Pinkel und Schnaps finden.

Die Waldohreule sieht wie ein Miniatur-Uhu aus

Einen klaren Kopf verlangt dagegen das alljährliche Kontrastprogramm des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu). Umsonst und draußen dürfen Vogelfreunde jetzt allerlei Zählungen durchführen, die es vom Anspruch her mit jedem Sudoku aufnehmen können. Bei der bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ werden die Teilnehmer aufgefordert von heute bis zum Sonntag eine Stunde lang Vögel in Gärten, Parks und vor dem Fenster zu beobachten und ihre Zahl sowie Art dem Nabu zu melden.

Die etwa starrengroße Wasseramsel

Ausgenommen sind beim Zählappell Kanarienvögel, Wellensittiche oder Papageien, die in wohlig warmen Wohnzimmer-Käfigen leben. Ausgeschlossen sind auch jene Zeitgenossen, die nicht bis drei zählen können, Meisen für Eulen halten oder sich gerade auf Grünkohl-Tour befinden. Für alle anderen ist die Winterolympiade beim Vogelzählen zum beliebten Volkssport für die ganze Familie geworden, bei dem es im vergangenen Jahr drei Sieger gab: Kohlmeise (Platz 1), – Amsel (Platz 2) – und Blaumeise (Platz 3).

Bundesweit sind mehr als 135.000 Menschen als Wintervogelzähler tätig. Sie alle haben ein Herz für Tiere. Zum Glück gibt es immer noch mehr Vögel als Vogelzähler. Im vergangenen Winter waren es 3,5 Millionen gezählte Piepmätze. Andersherum stünde es schlimm um die Vögel und damit um unsere Umwelt.

Edgar S. Hasse (vollständige Wiedergabe), Grünkohlmeisen zählen nicht, Bis Sonntag beteiligen sich wieder Tausende am alljährlichen Vogel-Zensus. Aber nicht alle sollten mitmachen, #HamburgerAbendblatt, Freitag, d. 04.01.19

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Wie sieht ein #Topsportler die #Zukunft des #HSV?

Keine Gewalt im Sport

„…Der HSV gibt in der jetzigen Phase ein sehr gutes Bild ab. Es ist schön zu sehen, dass die Mannschaft wirklich als Mannschaft auftritt und deswegen auch zu Recht oben an der Spitze steht.“

Michael Stich (50)
Michael Stich Tennis-Legende

„Der #HSV in der Zweiten Liga…“ Doch #Hamburgs #Top-Sportler haben Hoffnung – mindestens auf #Hinrundenmeisterschaft. Das #Abendblatt hörte sich auf #HamburgsSportgala um, #HamburgerAbendblatt, Sport, Freitag, 14. Dezember 2018

Sport ohne Gewalt
Hamburger gegen Gewalt

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Manche #Kinder sind super in der #Schule, andere nicht

 

Chancengleichheit

Gleiche Chancen für Schulkinder

Manche Kinder sind super in der Schule, andere wiederum nicht. Woher kommen die Unterschiede? Erfolg in der Schule hat viel mit den Eltern zu tun. Mit Bildung, Beruf und Geld der Eltern. Kinder von Eltern mit geringer Bildung und mit wenig Geld sind häufig benachteiligt. Denn bei ihnen wird zu Hause oft weniger auf Bildung geachtet. So wird zum Beispiel seltener für die Kleinen vorgelesen. Die Chancen sind ungleich verteilt. Diese Ungleichheit ist in Deutschland sogar größer als in vielen anderen Ländern.

Unterschiede ausgleichen

Miteinander lernen

Kinder sollten mit gleichen Chancen auf Erfolg starten. Sie sollten einen guten Schulabschluss schaffen, obwohl die Eltern kein Abitur haben und arm sind. Bereits für die Bildung von kleineren Kindern sollte etwas getan werden, – bevor sie in die Schule kommen. Also etwa in den Kitas. Mehr Betreuer an den Schulen für ältere Kinder mit solchen Nachteilen  müssen her. Es sollte mehr dafür getan werden, dass benachteiligte Schüler bessere Leistungen erzielen. Es ist von Vorteil, wenn Kinder aus unterschiedlichen Familien miteinander lernen. Dann schaffen Heranwachsende mit Nachteilen häufig bessere Leistungen.

Was Erfolg in der Schule mit den Eltern zu tun hat (Auszug), #HamburgerAbendblatt, Sonnabend/Sonntag, 3./4. November 2018

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#Wahrheitsgehalt unserer #Nachrichten. Erschütternd!

Verschwörungstheorien

Irgendetwas bleibt immer hängen

Wie die Bundesinformationsstelle am Freitag mitteilte feiern die Bundestagsabgeordneten der AfD in den Sitzungswochen jeden Dienstagabend eine Champagnerparty, die den Steuerzahler jedes Mal mehr als 8000 Euro kostet. Zudem bestellte die AfD-Fraktion bei der Materialstelle des Bundestags allein zwischen Januar und August dieses Jahres 788 Füllfederhalter der Marke Montblanc, was einem Schnitt von mehr als acht Montblancs pro Abgeordneten entspricht. – Auch sind derweil Gelder aus dem lange verschollen geglaubten Schattenhaushalt des „Dritten Reichs“, den sogenannten braunen Kassen, über argentinische Mittelsmänner auf das Konto der Bundes-AfD geflossen. Es handelt sich dabei um rund 19,3 Milliarden Reichsmark.

… Keine dieser Nachrichten stimmt – höchstwahrscheinlich – . Sie sind erdacht, frei erfunden. Sie haben somit denselben Wahrheitsgehalt wie jene „Nachrichten“, die AfD-Mitglieder und ihre Sympathisanten gern in sozialen Netzwerken teilen. Es handelt sich um Lügen und Verschwörungstheorien, die zwar das eigene Weltbild stärken, aber jeglicher Grundlage entbehren. Sie stehen auf vermeintlichen „News-Seiten“ wie Nachrichten.de.com und beginnen gern mit der Formulierung „Wie das Bundeskanzleramt am Freitag mitteilte…“ Und egal wie oft solche  Meldungen später widerlegt werden: Irgendetwas bleibt immer hängen…

Markus Feldenkirchen, Der gesunde Menschenverstand, Erschütterndes über die Partei der  #AfD (stark gekürzt), Meinung, #DERSPIEGEL, Nr. 42/13.10.2018

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Das haben wir nie gewollt

Prügelstrafe in einem Schulmuseum

Erziehung von damals

 

MONTREAL: In Ländern, in denen die körperliche Bestrafung von Kindern verboten ist, prügeln auch die Jugendlichen weniger. 17 Prozent der Jugendlichen weltweit haben körperliche Bestrafung innerhalb des Vormonats erfahren, entweder in der Schule oder zu Hause. Folgen davon ließen nicht lange auf sich warten. Auswirkungen seien beispielsweise aggressives und antisoziales Verhalten, psychische Probleme, geistige Defizite, geringes Selbstwertgefühl und körperliche Misshandlungen.

Nimmt man die Werte der aus Ländern ohne Verbot der Prügelstrafe als 100 Prozent, dann lag der Anteil der gewalttätigen männlichen Jugendlichen in Ländern mit Verbot bei nur noch 69 Prozent. Bei weiblichen Jugendlichen sind es sogar nur 42 Prozent.

Andere Faktoren, wie Waffengesetze, Mordrate, Elternerziehungsprogramme oder Wohlstand wurden als Ursachen für die genannten Unterschiede untersucht. Sie hatten jedoch wenig bis gar keinen Einfluss auf die Anzahl der prügelnden Jugendlichen.

Die Forscher betonen auch, dass die Studie nur eine statistische Beziehung zwischen Verbot der Prügelstrafe und Prügeleien unter Jugendlichen aufzeigt. Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung sind damit noch nicht geklärt. – In Deutschland zum Beispiel ist eine körperliche Bestrafung von Heranwachsenden sei dem Jahr 2000 nicht mehr erlaubt.

Prügelverbot wirkt als Vorbild (Auszug), Kanadische Forscher sichteten Studien: Wer Gewalt erfährt, schlägt auch öfter zu, #HamburgerAbendblatt, WISSEN, Dienstag, 16. Oktober 2018

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Mitten unter uns: Wer macht sich dort breit? Was blüht uns da im Verborgenen?

Jeder weiß?, dass Berlin von Familien regiert wird. Sie sind mächtig, sehr mächtig. Sie tragen Anzüge, Brillen, zwei von ihnen hatten vorübergehend sogar mal einen Doktortitel. Was ist mit Autos? Klar: Statussymbole. Wie ihre Frauen, die nichts zu sagen haben, aber in Zwangskostüme gesteckt werden, die die Brüste unnatürlich himmelwärts schnüren, zur Gaudi der Männer.

Ein Familien-Oberhaupt ist ein motorisch eher zurückhaltender Mann. Aber er hat das Gemüt einer Mamba. Erst hinrichten, dann fragen. Das Oberhaupt kennt nur ein Motiv: Rache. Wofür? Egal. Hat er vergessen. Hauptsache kaputtmachen.

Schon bald wird er wieder um seinen Verbleib an der Spitze kämpfen müssen. Fehde, Blutrache, Ehrenmord – so ist es seit jeher üblich in dieser Großfamilie, die aus einem finsteren Reich im Süden stammt.

Die Familie mischt groß mit im Drogen- und Waffenhandel. Sie verkaufen Suchtmittel in braunen Halbliterflaschen schon an Kinder. Und werfen mit ihren Obatzen, schmierige Käserestklumpen, die unter das Chemiewaffenverbot der Uno fallen sollten. Oft klingt wüste Stammesmusik aus ihren Zelten. Lüsterne Männer in Leder urinieren wild. Sie weigern sich unsere Sprache anständig zu lernen. Sie wollen uns Deutsche verdrängen. – Mutti, handele jetzt!

Hajo Schumacher, Frau #Merkel, handeln Sie endlich! (Auszug,

Besser so!

Mutter und Kind

leicht entschärft), Lüsterne Männer in Leder stecken #FraueninZwangskostüme – und weigern sich, unsere Sprache zu lernen, SCHUMACHERS WOCHE, Abendblatt- Kolumnist Hajo Schumacher über einen Clan aus dem Süden, #HamburgerAbendblatt, Sonnabend/Sonntag, 22./23. September 2018

 

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#Recht und #Ordnung. #Schauprozesse gegen #Tiere im #Mittelalter

In den Gassen und auf Wegen und Plätzen wimmelte es vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit von wild gewordenem Vieh; viele der meist ausgehungerten Kreaturen gingen ohne Vorwarnung zum Angriff über. Reihenweise kamen dabei Personen zu Schaden. Den Tätern wurde wie Menschen der Prozess gemacht. Dazu gehörte eine förmliche Anklage. In lateinischer Sprache wurde den Delinquenten mit Pfoten und Hufen die Anklageschrift vorgelesen. Auch ein Verteidiger wurde den Vierbeinern zur Seite gestellt. Anschließend erfolgte die Zeugenbefragung, eine Verhandlung und ein formeller Urteilsspruch bis hin zur Urteilsvollstreckung. Der früheste bekannte Fall trug sich 1266 in einer Gegend bei Paris zu: Ein Schwein war über ein Kind hergefallen und wurde zur Strafe verbrannt. – Universitär gebildete Juristen betrieben die Prozesse mit großer Ernsthaftigkeit und Akribie. Die Tierprozesse waren die Erfindung überambitionierter Juristen, die dem jungen Fach der Jurisprudenz Geltung verschaffen wollten. In ihrem Bestreben, alles Treiben auf Erden dem Gesetz zu unterwerfen, waren diese Pioniere der Rechtsprechung geradezu „Allmachtsfantasien“ verfallen – unter anderem mit der Forderung „auch das Tierreich dem Recht untertänig zu machen“. Wer nicht spurte oder sich gar der Durchsetzung der Gesetze widersetzte, geriet rasch selbst in Nöte. So wurden 1395 in Burgund zwölf Menschen bestraft, weil sie sich der Exekution von Schweinen verweigert hatten.

1457 im schweizerischen Lavigny (Illustration von 1864)

Angeklagte Sau: Kinder totgebissen

Den Menschen dieser Zeit steckte stets die „Angst vor der göttlichen Rache“ in den Knochen. In dieser Bedrängnis zeigte sich die katholische Kirche hilfsbereit und ging mit Tierbannungen und Exorzismen gegen schädliche Nager und Insekten vor. In Verhandlungen vor kirchlichen Gerichten bot man Mäusen und Heuschrecken dann Ersatzgrundstücke an. Sogar Fristen für den Abzug sollten dabei abgesprochen werden. Im Jahre 1492 griffen die Regierenden des Schweizer Kantons Uri auf eine mit päpstlichen Segen erteilte „feierliche priesterliche Verfluchung“ zurück, um den Befall der Ernte mit Käferlarven zu bannen. Es ging dabei einzig und allein um die Erfüllung des biblischen Auftrags an die Menschheit, sich die Erde untertan zu machen. Das geradezu kindliche Bedürfnis, Tiere für ihre Missetaten zu bestrafen, fand in Einzelfällen sogar noch in jüngster Vergangenheit Befriedigung. Im Jahre 1916 wurde der Zirkuselefant Mary an einen Kran gehängt und stranguliert, weil er den Kopf eines Trainers zerquetscht hatte. Mehr Glück war dem Hund „Taro“ beschieden, der einem Mädchen in die Lippe gebissen hatte. Für diese Tat wurde der Übeltäter von einem US-Gericht zum Tode verurteilt. 36 Monate saß Taro in einem Gefängnis von New Jersey, ehe er begnadigt wurde. das war im Jahre 1994.

Kopf des Trainers zerquetscht

Gehängter Elefant Mary 1916

Frank Thadeusz, Schweine vor Gericht (Auszug), Geschichte, Bis in die Frühe Neuzeit wurden Tiere in Schauprozessen abgeurteilt und anschließend hingerichtet. Historiker rätseln über den Sinn dieser bizarren Rechtspraxis. #DERSPIEGEL, Wissenschaft, Nr. 36 / 1.9.2018

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Neue #Hoffnung: #Jungbrunnen aus dem #Labor

Kampf den seneszenten Zellen

Einsatz gegen Alterskrankheiten wie Alzheimer, Glaukom, Makuladegeneration, Lungenfibrose, Diabetes, Haarausfall, Bluthochdruck, Arteriosklerose

Mayo-Forscher wollen einen neuen Weg beschreiben: Statt die vielen unterschiedlichen Leiden älterer Menschen zu behandeln wollen sie lieber das Altern selbst anpacken: Forscher entwickelten, um das Altern grundsätzlich zu verlangsamen, Mäuse mit einer bestimmten Art von Chromosomenanomalie. Die Versuchs-Mäuse alterten aber im Zeitraffertempo. Schon nach wenigen Monaten lichtete sich ihr Fell. Im Gewebe der Tiere herrschte ein Zelltypus mit eigenartigen Eigenschaften vor: Die Zellen verzehren nach wie vor Nährstoffe, ihre Dienste für den Organismus haben sie aber weitgehend eingestellt. Auch haben sie ihre Fähigkeit, sich zu teilen, verloren. „Seneszent“, gealtert, werden sie von den Forschern genannt.

In weiteren Versuchen wurden die seneszenten Zellen der schnell alternden Mäusen mit molekularen Todesstrahlen versehen, die man nach Wunsch betätigen konnte. Und tatsächlich: Kaum hatte man die Zombies unter den Zellen ausgetilgt, verlangsamte sich der Alterungsprozess der Mäuse deutlich. Auf diese Weise wurde bewiesen, dass das Abtöten seneszenter Zellen heilsame Wirkung haben kann. So hatte man gezeigt, dass das Abtöten seneszenter Zellen gegen vorzeitige Vergreisung hilft.

Erst ab einem Alter von etwa 60 Jahren, wenn die Immunabwehr bei uns Menschen zu schwächeln beginnt, steigt die Zahl der seneszenten Zellen rapide. Diese entwickeln obendrein die Fähigkeit, andere, noch gesunde Zellen gleichsam zu infizieren. Wie eine Seuche geht dann das Zombiesterben unter den Zellen um. Eines ist den seneszenten Zellen gemeinsam: sie sondern einen toxischen Cocktail biochemischer Substanzen ab. Sie schaden dabei dem Körper, der sie nährt. Es handelt sich überwiegend um Zytokine und Wachstumsfaktoren, die das Immunsystem auf den Plan rufen. Die Folge ist eine Abwehrreaktion des Körpers dort, wo es eigentlich nichts abzuwehren gibt – eine chronische Entzündung, wie sie charakteristisch für viele Altersleiden ist. Egal ob Arthritis, Diabetes, Arteriosklerose oder Alzheimer: Sie alle gehen mit chronischen Entzündungen einher. Doch es ist möglich, die seneszenten Übeltäter gezielt auszumerzen und so ihrem Unwesen ein Ende zu bereiten.

Momentan suchen die Forscher nach Wirkstoffen, die gezielt diese Signalketten (spezifische Signalwege der seneszenten  Zellen) stören. Mehr als ein Dutzend solcher sogenannter Senolytika sind mittlerweile bekannt.  Das Gute an ihnen ist, dass es ausreicht, die Zellen diesen Stoffen nur kurz auszusetzen. Wenn erst einmal das Selbstmordprogramm angeschaltet ist, dann erledigen die Zellen den Rest allein.

Ein neues Ergebnis wurde in „Nature Medicine“ verkündet. Hochbetagten Mäusen wurde ein Cocktail aus zwei Senolytika verabreicht. Auf diese Weise wurden den Nagern der Lebensabend um rund ein Drittel verlängert.

Um den formalen Richtlinien zu genügen, messen die Mayo-Forscher vor allem die Nierenwerte ihrer Patienten. Gleichzeitig aber protokollieren sie Gebrechlichkeit der Person, den Abbau und die Neubildung von Knochenzellen sowie die Insulin-Resistenz des Körpergewebes. Allesamt sind dies Indikatoren des Alterungsprozesses. – NIEMAND SOLLTE  SENOLYTIKA  ABER AUF EIGENE FAUST AUSPROBIEREN!

Johann Grolle, Jungbrunnen aus dem Labor ( Auszug ),  In Mäuseversuchen ist den Forschern gelungen, das Altern zu verlangsamen: Mit neuartigen Medikamenten gehen sie gegen Zombie-Zellen vor, die zur Vergreisung des Körpers führen, #DERSPIEGEL, Nr. 31/28.7.2018

 

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#DasWetter. #Sommerwetter im #HamburgerAbendblatt – 2018

Kein Märchen… Es war einmal im Sommer 2018. Kein Märchen

Das Wetter in Hamburg

Jahrhundertwetter?

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#MarianneWellershoff: Mein #Vater #DieterWellershoff

Schriftsteller Dieter Wellershoff

Dieter Wellershoff

„Menschen, die nicht wie die anderen sind – meine Schwester, mein Bruder und ich sind unsere ganze Kindheit lang umgeben gewesen von ihnen, von den realen und den fiktiven. Manche der fiktiven Gestalten waren eine Variation jener Menschen, die bei uns mittags am Esstisch gesessen hatten, die von sich erzählt hatten und deren Leben er dann in seinen Romanen umschrieb oder weiter schrieb.

Wochenlang klingelte nachts das Telefon im Flur vor meinem Zimmer. Es war immer dieselbe Frau dran, die meinen Vater sprechen wollte. Ich legte wieder auf, denn er hatte längst den Kontakt zu ihr abgebrochen. „Die Sirene“ wurde aus dieser Episode, eine Novelle über Stalking, als noch keiner das Wort Stalking kannte. – Wie auch der Roman „Der Sieger nimmt alles“ seiner Zeit voraus war: ein realistischer, psychologischer Wirtschaftskrimi, den er, inspiriert von den gescheiterten Geschäften seines Bruders schrieb, als andere noch für Wortgeklingel oder Romane mit politischer Botschaft schwärmten.

Wenn er am Wochenende beim späten Frühstück nicht auftauchte, dann hatte er wieder bis tief in die Nacht gearbeitet. Wenn lauter geknüllte Papierbälle in seinem Papierkorb und auf dem Fußboden herumlagen, dann war er mit seiner Arbeit nicht zufrieden gewesen. Es war ihm wichtig, dass wir, seine Familie, mit ihm über die Plots, die Hauptfiguren der Bücher sprachen, an denen er gerade schrieb. Ich durfte jederzeit zu meinem Vater ins Arbeitszimmer kommen. Manchmal hat er dann Tierbilder für mich in die leinenbezogenen Bildbände gezeichnet, die er aus dem Verlag mitgebracht hatte.

Meine Eltern hatten viele Freunde und Bekannte, die zum Abendessen eingeladen wurden oder mit denen sie große Partys feierten. Zu einer Gartenparty erschien einmal jemand aus dem RAF-Umfeld. Er brachte als Gastgeschenk einen Telefonhörer mit, den er aus einer öffentlichen Telefonzelle geklaut hatte. Mein Vater hat ihn vor allen Gästen zusammengestaucht: Er habe für einen eitlen Gag in Kauf genommen, dass Menschen ohne Privattelefon nicht anrufen konnten.

Mein Vater hat auch über das Altern und Sterben gesprochen, zuletzt in dem 2014 erschienenen Hörbuch „Ans Ende kommen“. Mein Vater hätte auch gern noch weiter geschrieben, über einen Mann etwa, der seit Jahren in zwei Wohnmobilen in der Kölner Altstadt lebte. Er konnte sich eine Wohnung nicht mehr leisten. Früher war er der schöne Freund einer Schauspielerin gewesen. Und als sie starb war er nichts mehr. Mein Vater hatte auch die Idee, über Menschen zu schreiben, deren Irrsinn die Parodie bürgerlicher Tugenden war. Pünktlichkeit des Mannes, der am sogenannten Eierplätzchen in der Südstadt, sich aufgeregt hin und her wiegend, zur angegebenen Zeit die Leerung neben dem gelben Briefkasten auf das Postauto wartete“.

Tochter von Dieter Wellershoff

Marianne Wellershoff

#MarianneWellershoff, Menschen, die nicht wie andere sind (gekürzt), Schriftsteller, Erinnerungen an meinen Vater #DieterWellershoff (1925 bis 2018). Von Marianne Wellershoff , #DERSPIEGEL, Kultur, Nr. 26/23.6.2018

 

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